Bundeswehr-Unis: Forschen für die Truppe

Shownotes

In dieser Folge geht es um dtec.bw, das Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr. Anlässlich der Jahrestagung 2026 schauen wir auf die Forschung der Bundeswehr-Universitäten in München und Hamburg. Mit rund 700 Millionen Euro Budget entstanden über 60 Forschungsprojekte, mehr als 30 Patente, 25 Unternehmensgründungen sowie über 500 Technologien und Prototypen. Im Mittelpunkt steht auch die Frage, wie Forschungsergebnisse in die militärische Anwendung gelangen.

Stefan Tesch war mit dem Mikrofon auf der Jahrestagung vor Ort und hat sich umgehört. Diese Projekte und Entwicklungen stellen wir vor:

  • Drohne für den Tiefflug: Ein senkrechtstart- und landefähiges Fluggerät soll über Wasser den Bodeneffekt nutzen. Für die batterieelektrische Plattform werden rund 300 km/h Reisegeschwindigkeit und etwa 500 Kilometer Reichweite angestrebt.
  • U-Boot-Versorgung mit Wasserstoff: Ein mobiles Containersystem soll Wasserstoff, Strom und Wärme bereitstellen – auch bei Ausfall bestehender Infrastruktur. Die Speicherung von Wasserstoff in Metallhydriden soll unter anderem die Versorgung von U-Booten im Hafen ermöglichen.
  • Quantenkommunikation: Das Munich Quantum Network erprobt den Austausch kryptografischer Schlüssel mittels verschränkter Photonen. Abhörversuche sollen dadurch erkennbar werden.
  • Exoskelette: Das Projekt EVO-MTI untersucht, wie körpergetragene Stützsysteme Soldaten bei belastenden Tätigkeiten unterstützen können. Eine Simulations- und Digitalplattform dient ihrer Bewertung und Optimierung.
  • Jet-Triebwerke für Drohnen: Die Ausgründung Scalable Propulsion entwickelt modulare Strahltriebwerke für unbemannte Systeme, darunter Loitering Munition und Abfangdrohnen. Der modulare Aufbau soll eine Produktion in größeren Stückzahlen ermöglichen.
  • Autonomes Fahren im Gelände: KI-basierte Software soll militärische Fahrzeuge abseits befestigter Straßen selbstständig navigieren lassen – auch bei gestörtem GPS und bei Bedarf ausschließlich mit optischen Sensoren.

Einen Bericht über die dtec.bw-Jahrestagung finden Sie unter diesem Link auf unserer Website.

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Veranstaltungshinweise:

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:08: Welche Universität hat ein Casino?

00:00:12: Zum Beispiel die Uni der Bundeswehr in München.

00:00:16: Diese gemütliche Location für speisend Trank ist aber nicht das Ziel unserer Reise dorthin, Auch nicht das Oktoberfest, sondern wir reisen nach München zur Jahrestagung der Forschungs-Initiative Detec.bw im Herbst, zwanzigzehnt.

00:00:34: Hinter diesem Kürzel detec.bb versteckt sich das Zentrum für Digitalisierungs und Technologieforschung der Bundeswehr.

00:00:42: Es wird von den beiden Bundeswehrunis München und Hamburg getragen Und Ziel ist es, Forschung zu betreiben die unmittelbarer Truppe zugute kommt.

00:00:52: Mein Name ist Stefan Tesch und jetzt geht's los mit einer Portion Zukunftsthemen.

00:00:59: Ja, was das Detec-Programm ist dazu habe ich mir niemand geringeren als die Präsidentin der Uni der Bundeswehr München zum Interview geholt.

00:01:08: Hallo Frau Prof.

00:01:09: Eva Maria Kern.

00:01:10: Herr Tesch vielen herzlichen Dank!

00:01:12: Ich freue mich dass wir heute miteinander reden.

00:01:15: ja Detek ist wirklich ein sehr interessantes Programm das Zentrum für Digitalisierung und Technologie Forschung der Bundeswehr.

00:01:24: Ich kenne mich ein bisschen näher aus, weil ich durfte damals als wissenschaftliche Direktorin im Jahr zwanzig-zwanzig durch das Detail entsprechend aufbauen.

00:01:34: Die Idee dahinter war relativ einfach.

00:01:36: Im Rahmen der Covid-IX Krise musste jedes Ministerium in Deutschland Geld hergeben einen Konjunkturförderprogramm aufsetzen und das BMVG hat sich entschieden – Geld in Forschung!

00:01:51: Technologie zu stecken und hat sich die beiden Universitäten der Bundeswehr dafür ausgesucht, also die Universität der Bundeswehre München und ihre Schwester-Universität in Hamburg

00:02:00: um

00:02:01: Forschung für die digitale und technologische Souveränität Europas zu finanzieren aufzubauenden.

00:02:08: Beiden Universitäten ein starkes Profil zu verschaffen und die Stärken der beiden Universiteten entsprechend zu fördern.

00:02:15: Es sind ja über sechzig Projekte in diesen sechs Jahren sozusagen aus Detec entstanden.

00:02:22: Kann man da erzählen, wie ist die Bandbreite der Forschungsschwerpunkte?

00:02:25: und Folgefrage auch wer kommt überhaupt in das Programm?

00:02:29: Fange mit der ersten Frage an!

00:02:31: In dieses Programm sind jene gekommen.

00:02:34: es waren Projektleiter an den Universitäten der Bundeswehr.

00:02:38: Da gab's ein sehr aufwendiges Antragsverfahren wo Jeder Projektleiter an den Universitäten der Bundeswehr Münchens sich ja ein Team zusammengestellt hat.

00:02:49: Es mussten Partner gesucht werden, andere Universitäten, andere Forschungseinrichtungen die Industrie dienstellen.

00:02:55: in der Bundesware wurden Anträge geschrieben.

00:02:59: Forschungsanträge wurden an den beiden Universitäten einem Gremium vorgelegt und nach Nutzen für die Bundeswehr, nach Qualität der Forschung, nach Potenzial.

00:03:10: Das Forschungsthema ist ausgewählt und ich kann sagen, wir haben im Jahr mit den Themen, die wir ausgesucht haben.

00:03:16: Wir haben leider aktuelle Fragestellungen, die sich seit Jahrzehntranzig zweiundzwanzig Verstärkstellen voraus gedacht und wirklich Themen wie Satelliten-Kommunikationen, wie Drohnen, wie resiliente Energiesysteme mehr oder weniger voraussgedacht sind so.

00:03:39: zu den unterschiedlichen Projektthemen gekommen.

00:03:42: Das Besondere an dem Programm ist ja auch, dass es immer eine Bundeswehrdienststelle aber auch ein Industriepartner mit eingebunden ist

00:03:50: Diese Bundeswehrdienststellen, die eingebunden sind.

00:03:53: in der ersten Phase war das noch nicht Pflicht.

00:03:55: Wir an der Universität der Bundeswehr München haben das weitgehend entsprechend umgesetzt.

00:04:00: für die zweite Phase von DTEG, die am ersten Jänner des nächsten Jahres beginnt ist es dann so weil das Profil geschärft wird und wir werden noch stärker als bisher auf die Bedarfe der Bundeswehre eingehen.

00:04:12: und da ist es ein Pflicht dass eine Bundeswehr dienstelle in jedem Fall und dann einen Industriepartner oder eine andere Wissen Einrichtung beteiligt

00:04:21: sind.

00:04:22: Und Ziel des Programms ist nicht nur das Steuergeld sozusagen disponiert werden musste, sondern dass Forschung der Truppe auch zugute kommt.

00:04:29: und in der zweiten Auflage dieses Programms glaube ich geht es mehr in Richtung Dual Use?

00:04:34: Genau!

00:04:34: Das ist ganz ganz wichtig.

00:04:36: Ich denke das Thema Dual Use wenn man ehrlich ist jede moderne Technologie heutzutage ist Dual Use wie an der Universität der Bundeswehr München haben damit nie gefremdelt, sondern haben uns immer darauf konzentriert zu schauen was kann ich militärisch und zivil einsetzen.

00:04:53: Beide Bereiche befruchten sich wenn man sich denkt, dass man zivile Dinge nicht für das Militär brauchen kann und militärische Dinge nicht fürs Zivile.

00:05:04: Satellitenkommunikation ist ein ganz klassisches Beispiel.

00:05:08: Ohne den Weltraum funktioniert heute entsprechend gar nichts mehr.

00:05:11: aber jetzt ist tatsächlich Ziel noch konkreter auf konkrete Bedarfe der Truppe einzugehen um ebenso auch... europäische Lösungen, deutsche Lösungen zu generieren die technologischen Souveränität.

00:05:24: Die Innovationskraft der Bundeswehr und damit auch eben ihre Wirkungsüberlegenheit sicherstellen

00:05:29: können.

00:05:30: Dann dürfen wir zu dem Programm gratulieren und gleichzeitig alles Gute für die zweite Auflage wünschen.

00:05:35: Herzlichen Dank!

00:05:37: Ich hoffe Sie können auch darüber dann Erfolge berichten.

00:05:39: Und welche Projekte beteiligt waren das schauen wir uns jetzt in der Aussteller-Area an?

00:05:46: Mein Name ist Markus Dietz.

00:05:48: ich bin an der Universität der Bundeswehr hier in München tätig als Professor für Aerodynamik und Thermodynamik, im Studiengang Aeronautical Engineering und dem gleichnamigen Institut.

00:06:01: Und ich beschäftige mich mit der Entwicklung eines neuartigen Konzepts für Mobilität im küstnahen Bereich nämlich ein senkrecht start- und landefähiges Bodeneffekt Fahrzeug.

00:06:17: Eine kurze Unterbrechendachnehmung steht Schwarz-Senkrechtstaat erinnert mich ein bisschen an die Ospre.

00:06:24: Ja, im Grunde genommen ist es zumindest insofern vergleichbar dass es eben auch senkrecht starten und landen kann.

00:06:33: Der Unterschied ist der das wir hier den Bodeneffekt nutzen so wie man's vielleicht von einem oder anderen Seevögeln kennt.

00:06:40: Pelikane fliegen ja auch manchmal sehr sehr niedrig übers Wasser weil sie dadurch Luftwiderstand einsparen sehr effizient unterwegs sind.

00:06:48: Das machen wir hier auch.

00:06:50: also Die Idee ist hier, über das Wasser zu fliegen in eine Meter Höhe oder niedriger und dadurch an den Tragflügeln bis zu siebzig Prozent Luftwiderstand einzusparen.

00:07:01: Die aerodynamische Güte zu erhöhen und dadurch auch die Effizienz und die Reichweite zu erhöhern – das Ganze dann elektrisch!

00:07:08: Und dann eben….

00:07:09: Hier haben wir einen Eins-zu-vier-Modell.

00:07:12: Die Fullscale Variante wäre vergleichbar mit einem Hubschrauber, zwölf Meter Spannweite für bis zu acht Passagiere.

00:07:20: wo sie dann eben sehr effizient und komfortabel reisen könnten als Ersatz

00:07:26: für Hubschrauberflüge

00:07:27: mit dreihundert kmh Reisegeschwindigkeit und ungefähr fünfhundert Kilometer Reichweite.

00:07:32: Start-und Landung, dann Senkrecht an Land von einem Helipad beispielsweise.

00:07:36: also Sie kriegen keine nassen Füße und das Ganze dann auch weitestgehend unabhängig vom Wellengang.

00:07:42: Denn diese Bodeneffektkonzepte sind eigentlich nichts Neues!

00:07:46: Also die Russen ist vielleicht dieses kastbische Seemonsternbegriff.

00:07:49: Wir sind in den ersten Jahren entstanden, die Technik hat sich nie durchgesetzt.

00:07:56: Unsere Einsicht nach weil man immer so einen Hybridfahrzeug bauen

00:07:59: muss

00:07:59: aus Flugzeug und Schiff.

00:08:02: also man braucht Schiffsrumf.

00:08:04: das muss auf dem Wasser beschleunigen bis der Auftrieb da ist und es links nicht außen Wasser hebt.

00:08:11: bei Wellengang funktioniert es nicht mehr vernünftig.

00:08:14: Es ist natürlich auch sehr sehr unkomfortabel für die Passagiere Und das umgehen wir hier.

00:08:18: Wir stappen und landen wie ein Hubschrauber von Land oder auch von

00:08:22: einem Schiff

00:08:22: gegebenenfalls.

00:08:24: Man geht dann in diesen effizienten Bodeneffektflug über, und landet auch wieder senkhaft.

00:08:29: Und was war die Herausforderung bei der Entwicklung?

00:08:33: Für mich als Laie hört sich das sehr schwierig an sozusagen einen Meter über der Wasseroberfläche zu fliegen.

00:08:38: Das ist tatsächlich auch dann die Hauptherausforderung also die Regelungstechnik, die da eine Rolle spielen wird.

00:08:46: Das senkrechte Abheben und Schwäben ist keine allzu große Herausforderung mehr.

00:08:52: Also da sind wir nicht die ersten, die so ein Fahrzeug bauen das Senkrecht starten und landen können soll.

00:08:57: Herausfordernder wird dann sein der Übergang in den Vorwärtsflug und vor allem des niedrige Fliegen eine Meter Höhe über die Wasseroberfläche bei der hohen Geschwindigkeit und die entsprechende Hinderniserkennung wenn einmal da ein Segelschiff oder sowas in die Quere kommt dass man das rechtzeitig über fliegt und hinterher wieder runter geht.

00:09:18: Eine Sache, die noch ganz interessant ist, die ich noch nicht erwähnt habe, dass wir es hier im zulassungsrechtlichen Sinne mit einem Schiff zu tun haben.

00:09:26: Also das handelt sich nicht um ein Flugzeug...

00:09:29: Obwohl's nicht im Wasser landet?

00:09:30: Obwohls

00:09:31: nicht im water landet!

00:09:32: Die Grenze wird bei hundertfünfzig Metern gezogen.

00:09:35: also alles was sich bewegt unterhalb von Hundertfünftig Metern über der Wasseroberfläche muss ich da in Schifffahrtsregel unterwerfen.

00:09:44: Und dadurch, dass wir hier dann in der Zulassung auf die Luftfahrtzulassung verzichten können, können wir Komponenten einsetzen.

00:09:52: Die erheblich preisgünstiger sind weil wir sie eben beispielsweise aus dem Automobilbau hernehmen können, sei es Batterien auch Motoren und so weiter, die halt alle nicht die Luft-Zertifizierung haben und dadurch auch deutlich preis günstiger sind, sodass dann am Ende auch der Systempreis für das ganze Ding deutlich preiswerter ist, wie jetzt beispielsweise ein Hubschrauber.

00:10:15: Das soll nur halb so teuer sein und in den Betriebskosten tausend Euro pro Stunde statt vielleicht fünftausend euro

00:10:22: pro Stunde.

00:10:22: Und das ist natürlich dann schon ein riesengroßer Vorteil.

00:10:25: hier am Stand sehen wir das Modell eins zu vier haben sie gesagt Das ist ungefähr zwei Meter lang, im Endeffekt ist es dann Hubschraubergröße haben sie gesagt.

00:10:34: Wie erfolgt der Antrieb?

00:10:35: Ist das mit Verbrennungsmotor oder...

00:10:37: Für eine zivile Variante schwebt uns eine Voll-Batterie elektrische Variante vor.

00:10:44: Das bedeutet die Propeller werden angetrieben von Elektromotoren grundsätzlich und in dieser batterieelektrischen Variante werden die Propeller dann eben vom Strom gespeist aus einer entsprechend dimensionierten Batterie.

00:10:58: Reichweite dann damit bei dreihundert kmh und einem Meter Flughöhe über die Wasseroberfläche in ca.

00:11:04: fünfhundert Kilometer.

00:11:07: Für eine militärische Variante könnte man quasi einen Art Range Extender einbauen, also im Heck eine Gas-Turbine oder Dieselmotor und die Batterie entsprechend verkleinern.

00:11:19: Es würde dann die Möglichkeit, dass man die Reichweiten erhöht auf deutlich jenseits von tausend Kilometern – zwölfhundert bis treisundhundert.

00:11:26: Ja, und was könnte man damit anfangen?

00:11:28: Also man könnte dann eben angetrieben durch die Gasturbine oder den Dieselmotor weiter Strecken zurücklegen bis zu den feindlichen Linien.

00:11:37: Wenn man das möchte, dann würde man die Gastorbine ausschalten und würde rein batterieelektrisch unentdeckt weiterfliegen Denn man hätte keine Infrarotsignatur.

00:11:47: Es sind ja keine Wärmequellen da, keine nennenswerten Und die Radartetektierbarkeit ist auch extrem erschwert, sowohl Boden gestützt weil man fliegt so niedrig.

00:11:56: Man versteckt sich hinter der Erdgrümung und Luftgestützt verschwimmt man quasi im Radarbild mit dem Meeresoberfläche, mit dem Wellengang quasi im Rauschen.

00:12:08: Man könnte dann doch Spezialkräfte absetzen oder Nachschub unerkannt wieder rausfliegen.

00:12:14: Wenn man aus der Gefahrenzone heraus ist sozusagen schmeißt man die Gas-Turbine wieder an.

00:12:20: die bringt einen dann zurück ans Ziel und hat noch genügend Überschussleistung, um dann die Batterie auch wieder voll zu laden.

00:12:26: So dass man wenn man dann eben landen möchte beispielsweise auf einer Fregatte hätte man dann auch wieder eine randvolle Batterie für die abschließende Schwebeflugphase beinahe landen.

00:12:36: In einer militärischen Variante sofern die mal kommen wäre auch eine Bewaffnung angedacht nämlich ja?

00:12:42: Also das sind vielfältige Möglichkeiten tatsächlich denkbar!

00:12:45: Und da sind wir.

00:12:47: Oder möchten wir uns dann tatsächlich auch mal abstimmen mit den entsprechenden Leuten beispielsweise von den Spezialkräften und der Marine, um einmal zu schauen was gibt es denn dafür Bedarf?

00:12:59: Und welche Anwendungsfälle könnten wir damit abdecken.

00:13:04: Das kann sehr vieles sein!

00:13:05: Man könnte auch sagen man fliegt tatsächlich irgendwo hin setzt das Ding ab.

00:13:10: im Wasser ist ja ein Schiff.

00:13:12: demzufolge muss es auch schwimmfähig sein.

00:13:14: also könntest du da schwimmen Auch tagelang, als Art Relaisstation beispielsweise oder um Überwachungstätigkeiten vorzunehmen.

00:13:26: Und dann könnte man wieder zurückfliegen.

00:13:28: Man könnte Material absetzen, Soldaten absetzen und man könnte es unter Umständen auch bewaffnen wäre natürlich schon auch denkbar.

00:13:39: das muss man dann alles nochmal genauer gucken was da an Möglichkeiten infrage

00:13:42: kommt.

00:13:43: Herr Professor, vielen Dank.

00:13:45: Alles Gute für die Weiterentwicklung.

00:13:46: Danke schön!

00:13:49: Wir stehen hier vor einem Modell wo ein U-Boot im Hafen liegt.

00:13:53: Was hat es damit auf sich?

00:13:55: Mein Name ist Johann Jepsen und ich bin Professor an der Helmut Schmidt Universität für angewandte Werkstofftechnik und zeitlich stellvertretender Institutsleiter am Helmholtz-Zentrum Herion.

00:14:04: Und wir forschen vor allen Dingen, wie man Wasserstoff jetzt in diese Technologie einbringen kann – insbesondere wie man den Wasserstoff kompakt speichert!

00:14:11: Und was man dann damit machen kann, das sieht man hier an diesem Modell sehr schön.

00:14:15: Man kann Energie bereitstellen.

00:14:16: Energie, die in verschiedensten Formen benötigt wird, sei es im Form von Wasserstoff, sei aber auch in Form von Elektrizität oder sei es auch in form vom Wärme.

00:14:25: Wir denken dieses Thema sehr

00:14:26: groß.".

00:14:27: Für den Österreicher, der jetzt grundsätzlich mit dem U-Boot geografisch bedingt nicht so viel anfangen kann.

00:14:32: Wir kennen die U-Boote eher aus dem Fernsehen.

00:14:35: Die deutschen U Boote fahren mit Wasserstoff aber auch mit Dieselantrieb und es geht bei euch um die Betankung des U Bootes mit Wasserstoffen in einem besonderen Verfahren?

00:14:46: Genau das ist richtig!

00:14:47: Und man kann sich dieses Thema der Energiebereitstellung an verschiedensten Orten vorstellen.

00:14:52: also es muss kein U Boot sein.

00:14:53: Es kann auch aus österreichischer Sicht die Energieversorgung in den Bergen sein, also überall da zum Beispiel auch wo ich schlecht mit Infrastruktur hinkomme.

00:15:03: Da setzen unsere Systeme an der Fachterminus im Zivilen das wären sogenannte Micro Grids, also intelligente Energie-Versorgungseinheiten.

00:15:11: man sieht es ja hier auf dem Auf der Abbildung dass die Systeme in Containern untergebracht werden und diese Container kann man in der Theorie an jeden Ort der Welt bringen und dann dort eben Energie bereitstellen.

00:15:23: Gehen wir das einmal durch, weil im Seen kann man es ja nicht am Podcast.

00:15:26: Das U-Boot liegt hier an der Kähmauer dahinter sind drei Container, dahinter ein Umspannwerk noch dahinter einen Photovoltaikkraftwerk.

00:15:35: Wie kommt jetzt der Strom ins U-Boat und was ist sozusagen da Kern eurer Technologie?

00:15:40: Das Tolle ist dass es verschiedene Wege gibt's und damit schaffen wir eben Flexibilität.

00:15:44: Flexibilitet bedeutet Autarkie und Resilienz.

00:15:47: also eben schon sehr schön beschrieben, gibt es verschiedene Quellen die wir anzapfen können.

00:15:52: Das kann von netzabhängigen System sein also das Umspannwerk aber auch bei deren totalausfall eben unabhängige Systeme wie Photovoltaik oder hier noch nicht aufgebaut aber demnächst wird sich ja so ein kleines Windrad drehen oder eben auch Windenergie sein.

00:16:07: Also unabhängig falls es gerade im militärischen Kontext zum Ausfall der Infrastruktur kommt können wir Energie gewinnen und die dann so aufbereiten und bereitstellen in Form dieser Container, dass man sie den verschiedensten Anwendungen ob zu Land oder eben auch im Wasser oder in der Luft bereitstellen kann.

00:16:25: Wir haben da noch ein Glas mit einem Metallgranulat.

00:16:29: das kommt bei eurer Technologie zum Einsatz.

00:16:32: Wie heißt das im Fachschaggon?

00:16:34: Das ist sozusagen das Geheimnis unserer Forschung, wobei es kein wirkliches Geheimniss ist.

00:16:40: Ja man sieht sie ähnlich am Podcast!

00:16:41: Das

00:16:41: sind die Metallitride.

00:16:43: Also diese Materialien sind jetzt in der Lage den Wasserstoff wie ein Schwamm aufzusaugen und auch das wieder ist etwas was im militärischen Kontext natürlich sehr wichtig ist weil wenn dieses Material den Wasserstoff der eigentlich einen Gas ist, der sehr viel Volumen, sehr viel Raum einnimmt, wenn er jetzt sehr kompakt in einem Feststoff gespeichert werden kann dann hat Den einen auf dem sichtlichen Vorteil, dass wir Energie sehr kompakt unterbringen können hat aber noch ein anderen Vorteil nämlich das wir die Energie auch sehr sicher unterbringen.

00:17:11: Also so ohne weiteres kommt der Wasserstoff hier nicht mehr raus und Thema Sicherheit ist ja auch etwas was im militärischen Kontext sehr von Interesse ist.

00:17:19: Wenn dieses Granulat im Container ist und es wird vom Feind beschossen, dann ist es sicherer als wäre das nur ein Tarn.

00:17:26: Auf jeden Fall!

00:17:27: Dazu gibt es auch entsprechende Studien der das Material gibt den Wasserstoff eben nicht so ohne Weiteres wieder frei.

00:17:32: Es ist sicher darin gespeichert.

00:17:35: Ein weiterer Vorteil, das Ganze ist modular aufgebaut.

00:17:38: Also wir unterhalten uns hier über eine Technologie und es betrifft die Wasserstofftechnologie in Gänze nicht nur auf den Speicher bezogen auch auf die Brennstoffzelle, aber auch auf den Elektrolyseur,

00:17:48: die

00:17:48: modular aufwachsen kann.

00:17:49: Das heißt ich kann in verschiedenen Modulen nichts unterbringen und selbst wenn dann mal eben ein Modul beschossen wird habe ich andere Module die dann übernehmen können.

00:17:58: Und ihr arbeitet da eng mit der Bundeswehr auch zusammen, mit der Marine?

00:18:02: Auf jeden Fall.

00:18:03: Also in diesem Kontext ist es vor allen Dingen die Marina, die uns sehr hilft das Ganze aus Nutzersicht zu betrachten.

00:18:09: also wir brauchen die Bundeswehr als Sparringspartner hier damit wir nicht für uns herforschen sondern auch genau die Lösung anbieten und den Lösungen arbeiten, die die Bundeswehre braucht.

00:18:18: Das tun wir übrigens nicht nur zusammen mit der Bundesswehr sondern auch mit der Industrie denn wir wollen auch jemanden finden, der es letztendlich dann umsetzt.

00:18:25: Das heißt, ist die Marine zu reich gekommen?

00:18:27: Wir wollen eine Betankung, die sicherer ist.

00:18:29: Oder haben Sie gesagt, lieber Marine wir hätten da was?

00:18:31: Wollen wir zusammenarbeiten!

00:18:32: Die

00:18:32: Kooperation ist schon sehr lange her.

00:18:35: ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr wer auf wen zugegangen ist.

00:18:38: aber auf jeden Fall sind wir beides Nutzniester dieser Kooperation weil es genauso ist in Bundeswehr hat den Bedarf und wir haben die Möglichkeiten.

00:18:46: hier bringen wir in diese Kooperation beides zusammen.

00:18:49: Wie weit sehen wir denn davon entfernt dass das wirklich auch bei der Marine ankommt?

00:18:54: Ich glaube gar nicht mehr so weit, weil wir können mit denen was wir hier im Rahmen von Detec aufgebaut haben demonstrieren dass es wirklich funktioniert.

00:19:03: Wir haben drei zwanzig Fuß Container in dem wir ein solches System schon untergebracht haben in einem technisch relevanten Maßstab.

00:19:09: also können wir demonstriern das ist klappt und wir haben das eben nicht alleine gemacht.

00:19:14: zum einen mit der Bundeswehr gemacht, die uns eng begleitet hat und den Bedarf sozusagen immer nachtgeschärft hat.

00:19:19: Aber was vielleicht für die Umsetzung noch wichtiger ist – wir haben es von Anfang an mit der Industrie zusammengemacht!

00:19:24: Das bedeutet, der Industriebartner, der hier eingebunden ist, der ist in der Lage das jetzt auch relativ zügig in ein Produkt zu überführen.

00:19:31: Und damit denke ich, dass wir gar nicht so weit davon entfernt sind, dass man das dann auch in der Realität sehen wird.

00:19:37: Dürfte da ein paar Industriepartner auch nennen?

00:19:39: Ja, klar.

00:19:40: Wir sind da ja auch in den Kooperationen nach außen.

00:19:43: Bei uns ist es die Firma Hüdack mit der wir das System aufgebaut haben.

00:19:47: Hüdak ist ein großer Mittelständler.

00:19:50: Wir arbeiten aber auch mit kleineren Unternehmen zusammen und einzelnen Komponenten zu entwickeln.

00:19:55: Aber die jetzt alle zu nennen, das würde zu weit führen.

00:19:57: also das sind sowohl kleinere Unternehmen als auch mittlere Unternehmen mit denen wir da sehr erfolgreich zusammenarbeiten.

00:20:04: Danke schön, sehr interessant und ich bin gespannt wann sie in den österreichischen Bergen auch mal ankommt.

00:20:09: Ja ich auch!

00:20:10: Danke

00:20:12: Ihnen gefällt dieser Podcast?

00:20:14: Militär aktuell gibt es auch gedruckt.

00:20:16: Das österreichische Militäermagazin erscheint viermal pro Jahr Und berichtet über sicherheitspolitische Themen Über das österreichisch Bundesheer Und über die internationale Verteidigungswirtschaft Laufend.

00:20:29: Neuigkeiten bekommen Sie über unseren Newsletter Feldpost Auf unseren Social Media Kanälen und natürlich auf unserem Online-Portal.

00:20:37: Tauchen Sie jetzt ein in unsere Welt unter militäraktuell.at.

00:20:46: Wir sind da jetzt am Start von der Munich Quantum Network, was macht's hier?

00:20:51: Mein Name ist Nils Genschen Felder.

00:20:53: ich komme vom Forschungsinstitut Code der Universität der Bundeswehr in München.

00:20:57: wir sind ein Programm oder einen Projekt im Rahmen des Detail-Programms Infrastruktur auf, eine Testinfrastruktur im Großraum Münchens um die Quantenkommunikation mit Ziel des Quantenschlüsselaustauschs zu erproben.

00:21:12: Das heißt wir wollen gerne kriptografisches Schlüsselmaterial austauschen und wir wollen einen Beweis führen können auf Basis physikalischer Gesetzgebung dass diese Schlüssel vertrauenswürdig sind nicht abgehört wurden.

00:21:25: Klingt kompliziert.

00:21:26: wie kann man das jetzt an einem Line erklären was die Verschlüsselungen und die Quantentechnologie da so besonders macht?

00:21:33: Ja, gerne.

00:21:34: Es ist auch kompliziert und man kann versuchen es einfach klarzumachen.

00:21:39: Als Beispiel haben wir einen Demonstrator mitgebracht.

00:21:42: Wir demonstrieren hier eine Krypto-Telefonie.

00:21:47: Was Sie hier sehen das ist ein Aufbau in dem wir die Eigenschaft von Teilchenverschränkungen hernehmen um kryptografisches Schlüsselmaterial auszutauschen.

00:21:58: Das heißt man kann sich das so vorstellen.

00:21:59: es gibt eine Quelle an der werden zwei Photonen emitiert.

00:22:04: Und diese Photonen kann man sich als Lichtteilchen vorstellen, die haben eine Eigenschaft gemein, die sie miteinander teilen und die werden zu zwei verschiedenen Stellen Position A und B ausgesendet.

00:22:18: An diesen Stellen kann ich diese Eigenschaft messen oder eine Information daraus ableiten.

00:22:23: Das Interessante daran ist dass diese Messung den Zustand, den diese Photonenteilen, den Quantenzustand verändert.

00:22:32: Das heißt, wenn jetzt jemand auf dem Transitweg zwischen A und B

00:22:37: dieses

00:22:38: Teilchen abgefangen hat und den Zustand gemessen hat ist der Zustand zerstört.

00:22:42: Und das kann ich erkennen.

00:22:44: Heißt im Umkehrschluss Ich kann über diesen Mechanismus gewährleisten dass ich an der Stelle a und b die gleiche Informationen vorliegen habe Die aber niemand anders mit gehört hat.

00:22:54: Ja, d.h.

00:22:55: ich habe ein bewiesen

00:22:56: sicheres

00:22:57: Schlüsselmaterial an zwei verschiedenen örtlich zwei verschiedene Positionen Und dieses Schlüsselmaterial kann ich jetzt schlussendlich wieder verwenden, um damit eine Kommunikation zu verschlüsseln.

00:23:07: Und genau hier sehen Sie jetzt wie wir diese Schlüssel die wir ausgetauscht haben verwendet werden, um zu telefonieren oder zu chatten mit Mobilteamfunk.

00:23:16: Also man kann es natürlich nicht zähnen aber neben uns ist ein ungefähr doppelter Koffer großer schwarzer Kasten wo einfach Kabel rein und raus gehen.

00:23:25: sage ich mal ganz salopp.

00:23:27: das ist euer Kernstück.

00:23:28: Es ist auch gekühlt, man hört es zischt Und das ist auch euer Know-how.

00:23:32: und daneben steht eine Station, wo man ein Mobiltelefon ansteckt.

00:23:37: Genau!

00:23:37: Das ist also ein Voice over IP Client.

00:23:39: die MobilteLEfone sind nur da damit man etwas hat was man in die Hand nehmen kann verwenden kann.

00:23:43: wir können dieses Schlüssel für eine beliebige Kommunikation.

00:23:46: es kann auch einen Datentransfer zum Beispiel sein ein Dateitransfer oder ähnliches verwenden.

00:23:50: Das ist nur ein Anwendungsfall, wo wir diese Schlüssel in diese Mobiltelefone reinbringen.

00:23:54: Unterm Strich funktionieren die jetzt per WLAN.

00:23:56: Die sind per Wlan miteinander verbunden und wir haben eine Voice-over IP Kommunikation, die dieses Schlüssel verwendet und damit sichert.

00:24:04: Und für den militärischen Gebrauch interessant?

00:24:06: Weil ich merke wenn ich trotz Verschlüsselung abgehört werde.

00:24:10: Genau!

00:24:12: Ich kann beweisen dass der Schlüsselaustausch nicht abgehört wurde Und es ist interessant für verschiedene Anwendungsfälle.

00:24:17: Das kann die Vernetzung von Liegenschaften sein, also von fixen Gebäuden über eine Glas-Wasser-Kommunikation.

00:24:23: Es kann aber auch sein dass man so etwas macht wie eine Krypto-Telefonie oder ähnliches.

00:24:26: sind beliebige Anwendungshalle später denkbar.

00:24:29: Ein Demonstrator unter vielen.

00:24:31: Als kleiner Ausblick wir werden diesen Demonstrator in Österreich noch demonstrieren.

00:24:37: Da wird es eine Übung geben auf einem Truppenübungsplatz nördlich von Wien wo wir

00:24:43: den Die

00:24:44: gleichen Demonstrator unter Nutzung einer Freistrahlstrecke, das heißt eines Lasers durch die Luft im militärischen Feld demonstrieren werden gemeinsam mit dem AIT und anderen Kooperationspartnern.

00:24:56: Ist jetzt immer herzlich willkommen in Österreich.

00:24:59: Bleiben wir aber in Deutschland?

00:25:00: Wird die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr ausgesehen oder wie sieht sie aus?

00:25:04: Zusammenarbeit Mit der Bundeswehre ist sehr gut!

00:25:06: Wir arbeiten insbesondere mit dem Bein BW also unserer Beschaffungsstelle zusammen.

00:25:13: Wir versuchen möglichst realitätsnah zu forschen, realitätesnah zu arbeiten.

00:25:18: Das was wir hier tun ist eine Technologie die sicherlich erst mittelfristig einzug finden wird.

00:25:23: Es ist eine junge Technologie sehr komplex im Moment noch sehr teuer und was noch ausstehend ist sind eine Menge Zulassungsverfahren.

00:25:32: das heißt es ist eine bisher nicht zugelassenen Technologie.

00:25:35: allerdings auch da arbeiten wir eng zusammen mit dem BSI den Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie

00:25:41: um

00:25:42: Zertifizierungsmöglichkeiten und Pfade zu besprechen.

00:25:45: Und dann eventuell auch schlussendlich so eine Zertifikierungsleitfaden zusammenkommen zu können.

00:25:50: Ist das einfach formuliert ein Quantensprung, dann auch im militärischen Funk oder?

00:25:55: Ja, es ist schöne Analogie!

00:25:56: Ein Quantensprung ist eigentlich etwas sehr, sehr Kleines aber der umgangssprochliche Quantenspung ist das ja.

00:26:02: das wäre sicherlich etwas was uns einen gewissen Vorteil verschaffen könnte Und deswegen arbeiten wir nicht nur national daran.

00:26:11: Natürlich hat die Bundeswehr ein Interesse, aber wir versuchen auch im Bündniskontext zusammen mit NATO-Partnern und auch Österreich die Technologie voranzutreiben und auch gemeinschaftlich schlussendlich zu nutzen.

00:26:21: Genau weil die Verschlüsselung muss ja dann noch unter den NATO-Mitgliedstaaten geteilt werden?

00:26:25: Ja, korrekt!

00:26:26: Was nicht immer ganz einfach ist – also die technische Kommunikation neben der zwischenmenschlichen Kommunikations-, aber ja das muss auch festgelegt werden es muss geklärt sein und auch dafür setzen uns

00:26:34: allen.

00:26:35: Alles gut, danke schön.

00:26:36: Danke auch

00:26:39: Auf diesem Stand sehen wir eine Puppe mit einem Exoskelett.

00:26:43: Ja, hallo!

00:26:45: David Scherben mein Name von der TU Berg Akademie Freiberg.

00:26:48: Wir arbeiten hier zusammen mit der HSU in Hamburg an dem Projekt EvoMTI bei dem es darum geht was wir eine Simulations- und digitale Plattform zusammenbauen für die Bewertung Gestaltung und die Evolution von Exoskelette.

00:27:05: Für alle, die das jetzt nicht wissen, was Sie sagen?

00:27:06: Exoskelett.

00:27:07: Eine Exos Skelett ist eine außen am Körper getragene robotische Stützstruktur, die mich bei Tätigkeiten unterstützt entlastet und mir sozusagen eine Entlastung an Tätigkeiten

00:27:19: anbietet.

00:27:19: Also ideal für den Soldaten hat immer ein schweres Rückengepäck, dann ist es auf einmal nicht mehr dreißig Kilo sondern zehn Kilo.

00:27:26: Genau so kann man sagen also diese Last die wir sozusagen unsere Soldaten über längere Zeit tragen müssen wird dann sozusagen reduziert und die Muskeln werden sozusagen entlastet und alles fängt sich leichter an.

00:27:37: Das hätte ich gerne zwanzig Jahre früher gehabt.

00:27:40: Spass beiseite ihr baut diese Exoskelette nicht, die gibt's ja schon.

00:27:44: aber was ist da genau eure Rolle?

00:27:46: Genau, also die gibt es schon.

00:27:47: Es gibt schon auf dem Markt.

00:27:48: kommerziell.

00:27:49: ich würde mal sagen so seit fünf bis sechs Jahren sieht man auch einen deutlichen Anstieg.

00:27:53: der Markt dass sie immer mehr in Einsatz kommen.

00:27:56: und was wir jetzt sozusagen machen ist dann wie gesagt diese Plattform entwickeln um Informationen zu gewinnen und diese Informationen zu nutzen

00:28:05: um

00:28:06: exakt besser zu gestalten zu evaluieren wo liegen Probleme?

00:28:10: Wie können wir die verbessern und allgemein diese Optimierung hinzugekennen für die

00:28:16: Exoskelle.

00:28:17: Das heißt, im militärischen Bereich ist es dann für bestimmte Anwendungen das richtige Exos-Tallett zu finden?

00:28:24: kann auf sein, genau.

00:28:25: Also wir machen jetzt viel im Bereich Rücken oder Schulter-Exoskelette und es kann zum Beispiel wie gesagt ein Anwendungsfall sein dass wir für einen Anwendungshall, für einen Nutzer das optimale Exoskelett finden können.

00:28:37: oder es könnte auch sein, wenn ja eine Kunde zu uns kommt sagt er möchte für einen Fall wo es ein Problem gibt einem bestimmtes Exoskelett haben wo er sich denkt da könnte er etwas helfen und da können wir dann hingehen und sozusagen ein passendes entwickeln

00:28:49: dafür.

00:28:50: Ihr arbeitet ja mit der Bundeswehr zusammen, wie schaut dieser Wissens-Transfer aus?

00:28:56: Also im Groben ist es oft so dass wir sozusagen natürlich auch Erfahrungen von der Bundeswehre zurückgreifen.

00:29:01: Wir testen dann natürlich auch im Feld um die Informationen zu bekommen vom Endanwender im Endeffekt und schauen da natürlich auch das wir diese Informationen nutzen um wie gesagt diese Optimierung die Verbesserung hinzubekommen.

00:29:15: Ja, was wäre das zum Beispiel?

00:29:16: Setzen Sie dann mit einer bestimmten Waffenkattung, mit einer Truppe im Felde und schaut es euch an.

00:29:20: Was machen die für Tätigkeiten und testet's das auch?

00:29:23: oder...

00:29:23: Genau!

00:29:24: Also wir kommen dann auf das Mal hin wie jetzt gerade schon mal gesagt.

00:29:26: also sie kommen oft ansagen ja wir haben Probleme.

00:29:28: ein klassisches Beispiel war zb mal dass sie zu uns gekommen sind gesagt haben ja wir müssen immer unsere Panzer wenn die im Einsatz waren mit der Sprühlanze ab saubermachen sozusagen und das ist dann immer für die Leute so anstrengend so schwierig.

00:29:43: Gibt es da irgendwas, können wir da was machen?

00:29:44: Und da gehen die dann hin und setzen dabei an wo wir mit unseren Exoskeletten unterstützen können.

00:29:49: Für unsere österreichischen Zuhörer gibt's eigentlich schon Exoskelette den der Bundeswehr in Verwendung sind.

00:29:54: jetzt außerhalb eures Forschungsprojektes

00:29:57: Ja, es gibt schon immer mehr.

00:29:59: Es gab mal einen großen Auftrag von dem ich jetzt zum Beispiel weiß dass die Bundeswehr viele passive Exoskilete in dem Fall eingesetzt hat.

00:30:08: Genau, also es ist ein Markt wie gesagt der immer größer wird.

00:30:11: Wird immer mehr Anerkennung genommen und immer mehr das Ganze implementiert in dem Bereich.

00:30:15: Sonst schön Exoskeletters probieren wir jetzt aus, wird mal angezogen.

00:30:19: Die Grundidee ist erstmal ganz normal wie ein Wanderrucksack.

00:30:21: Denkt das bekannt?

00:30:23: So, ich werde noch meine Oberarme verzullet.

00:30:27: Jetzt mal ganz drauf sitzen.

00:30:30: war auch gut.

00:30:32: Das ist ein aktives System, das heißt es wird sozusagen von Außentraft auf sie aufgebracht.

00:30:37: Das Ganze funktioniert bei dem System über Pneumatik also über Luftdruck, d.h.

00:30:41: hinten drin in den großen Gehäuse.

00:30:43: was man sieht ist ein Kompressor drinnen der einen Luftdrucks erzeugt und dieser Luftdruk wird auf den Arm übergeleitet und dann wird zu sagen Druck eingestellt und das ist die Kraft, die Sie am Ende merkt.

00:30:52: Das

00:30:53: wird jetzt aufgepumpft?

00:30:54: Genau!

00:30:54: Jetzt ist sozusagen hinten dieser Kompresse die Luft reinpumpt, damit sozusagen dieses Niveau erreicht wird.

00:31:00: Das heißt der braucht bestimmt ein bisschen Niveaus was dann auf die Arme kommt.

00:31:03: und wenn Sie jetzt einfach die Armen hochbewegen

00:31:05: merken sie schon

00:31:05: wie ich es mache.

00:31:06: Ja oh das geht gleich von selber.

00:31:08: ja!

00:31:08: Da geht gar nicht mehr runter in die Hand.

00:31:10: Die können

00:31:10: immer dagegen, sie können nichts kaputt machen.

00:31:11: Dann ist es besser, genau.

00:31:13: Und dann heben wir es nach oben.

00:31:16: Und jetzt

00:31:16: einfach mal anheben, genau?

00:31:17: Heben, heben.

00:31:18: Genau und jetzt merken Sie schon die Unterstützung.

00:31:20: Das

00:31:21: erste Stück macht man auch.

00:31:22: Genau

00:31:22: als dauernd beim Bissezeit bis sozusagen die Unterstützung und irgendwann kommt sie.

00:31:26: Wir sind jetzt bei fünfzig Prozent, oder sechszig Prozent ungefähr.

00:31:29: Jetzt müssten Sie merken wie es mehr wird.

00:31:33: Also das ist das Maximum was man sozusagen begonnen

00:31:35: hat.

00:31:35: Das könnte ich schon an einem Panzer heben.

00:31:37: Kommt nah ran vielleicht.

00:31:39: Vielen Dank!

00:31:39: Viele Folgen weiterhin.

00:31:40: Danke schön!

00:31:42: Vor uns sehen wir hier zwei kleine Chat-Triebwerke.

00:31:46: Ich habe mich vorher schon erkundigt die sind

00:31:48: für

00:31:49: Dronen.

00:31:49: Die sind aber etwas ganz Besonderes.

00:31:52: Mein Name ist Marcel Stöße, ich komme vom Institut für Strahlantriebe.

00:31:56: Ich bin dort Teamleiter für den Forschungsbereich Gesamtsysteme und wir beschäftigen uns eben schon seit über zehn Jahren mit

00:32:03: Anwendungen

00:32:04: für unbemannte Systeme und hatten jetzt zuletzt vor allem auch gedriggert durch die Detec-Initiative die Chance ergriffen unsere Forschungsarbeiten in Produkt umzusetzen und eine Ausgründung zu machen.

00:32:15: Und die Scalable Propulsion befasst sich eben mit Strahltriebwerken für Einmalanwendungen im militärischen Kontext natürlich und haben dort ein recht spannendes Produktportfolio.

00:32:26: Also ein Mal Produkt, weil es der Antrieb einer Lettering Ammunition ist zum Beispiel, die dann eh explodiert.

00:32:31: Wichtig!

00:32:32: Leute im Unitionen jetzt immer weiter aufkommen.

00:32:34: Die Deep Strike Anwendung gespiegelt die Fähigkeiten, die die Garant IV aktuell in der Ukraine abbildet aber auch eben den Counter-OS Bereich, der eben dann

00:32:43: zu Abfangen

00:32:44: dieser Systeme ja dann auch jetzt zukünftig wahrscheinlich jet getrieben sein muss, weil irgendwann die elektrischen Propeller getriebenen Systeme doch an ihre Leistungsgrenzen kommen.

00:32:53: In einem Jet-Antrieb in dieser Größe gibt es ja schon, aber eure ist eben besonders schnell verfügbar und günstig.

00:33:00: Richtig!

00:33:00: Der Markt

00:33:01: in Europa

00:33:01: ist vor allem gekennzeichnet durch einen Grundaufbau der aus dem Hobbybereich kommt, der sich natürlich schon in den letzten Jahren industrialisiert hat.

00:33:10: Es gibt auch schon immer industrielle Partner im europäischen Ausland.

00:33:16: Den Ansatz, den wir hier jetzt gewählt haben, ist eben schon im Design eine Modularisierbarkeit in der Produktion innerente Skalierbarkeit der Technologie zu haben, auch in der Produktion.

00:33:29: Wir haben das Produkt in Module zerlegt, die dann jeweils auch bei strategischen Produktionspartnern vorgefertigt werden können und damit eben auch in erbreite gefertigt wird.

00:33:40: Und wir dadurch einfach größere Stückzahlen garantieren

00:33:43: können.".

00:33:44: Ich weiß, das ist jetzt eine sehr naive Frage.

00:33:46: Aber wie schnell kann eine Drohne mit so einem Triebwerk fliegen?

00:33:49: Die klassische Ingenieurantwort kommt darauf an – nämlich auf ganz viele Aspekte!

00:33:54: Wie ist die Plattform designt und ausgelegt?

00:33:57: Wir haben hier einmal mit dem Jet-Antrieb die Chance, grundsätzlich schneller und höher zu fliegen.

00:34:02: Da wo eben der Staudruck eines Propellers nicht mehr ausreicht in der Höhe einen Vortrieb zu generieren oder auch beim Bodenschnellflug kommt der Jet-Eintrieb zum Einsatz.

00:34:13: Und das ist genau dieses Szenarien, die wir jetzt gerade als Fähigkeitslücken in der Ukraine identifizieren vor allem dann für den europäischen Markt.

00:34:22: Die Auslegung unserer Systeme ist schon bis relativ hohe Unterschallschnelle Machtzahlen schauen, dass wir diese Systeme fit bekommen bis Mach-Null neun und Flughöhen dann schon bis zehn Kilometern.

00:34:32: Das heißt wirklich der Einsatz für diese Deep Strike Operationen, die sie genannt haben?

00:34:36: Richtig!

00:34:37: Und eben schon einen Technologiefortsprung auch zu generieren gegenüber dem was aktuell wir in der Ukraine sehen weil wir auch davon überzeugt sind das was wir jetzt sehen darauf hinzubauen das wäre zu kurz gesprungen.

00:34:48: wir müssen zwei Schritte davor kommen

00:34:50: Aber aufgrund der Geschwindigkeit wahrscheinlich auch für Interceptor-Traunern interessant.

00:34:54: Sehr interessant, das ist genau eben das Ziel wo wir dann mit den ganz kleinen Anwendungen hin wollen und wo man sehr schnell sehr hohen Impuls erzeugt, sehr schnell fliegen kann aber als Gegenüber einer klassischen Raketenanwendung dann vielleicht doch deutlich längere Missionszeiten erreichen kann und damit die Abfangwahrscheinlichkeit wieder erhöht.

00:35:12: Und ihr setzt ja ganz kurz vor der Marktreife glaube ich!

00:35:15: Richtig, wir sind gerade dabei unser Produkt durch zu industrialisieren.

00:35:19: Wir haben den ersten Auftrag und die ersten Prototypen für Kunden auch schon zu Demonstrationszwecken ausliefern können und haben eben den Plan bis Mitte nächsten Jahres hier wirklich ein komplett durchindustrialisiertes Produkt zu haben wo wir dann wirklich im dreistelligen Bereich pro Monat Triebwerke zur Verfügung stellen können Für die Bundeswehr, für die europäischen Kunden.

00:35:41: Wir sind mit sehr vielen potenziellen Kunden im Gespräch.

00:35:44: Wir merken das Thema Jet-Antriebe für unbemantte Systeme ist gerade wirklich ein sehr heißes Thema und haben das Glück wir sind unserer Ansicht nach zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

00:35:53: Und wie war die Bundeswehre jetzt in der Entwicklung eingebunden?

00:35:58: Durch unsere Aktivitäten natürlich hier in der Forschung an der Uni BW Intensiven Austausch gab, ich selber war fünfzehn Jahre bei der Luftwaffe und im Forschungsbereich der Bundeswehr tätig.

00:36:10: Dadurch haben wir

00:36:11: gut...

00:36:12: wissen können, was der Kunde eigentlich braucht.

00:36:14: Das Forschungsumfeld hier an der Uni BW ist auch in den letzten Jahren im Rahmen der DTEC-Initiative durch die deutlich gesteigende Sichtbarkeit immer weiter mit dem Fokus auf militärische Systeme ausgeweitet worden.

00:36:26: Wir haben da sehr intensiven Kontakt gehabt mit den entsprechenden Dienststellen in der Bundeswehr und das hat für uns eine sehr tolle Basis gebildet, auf der wir jetzt diese Produkte entwickeln konnten.

00:36:36: Vielen Dank für die Einblicke!

00:36:37: Alles Gute!

00:36:38: Sehr gerne!

00:36:43: Bundeswehr, Uni und es geht hier in diesem Ausstellungsbereich um autonomes

00:36:48: Fahren.

00:36:50: Mein Name ist Alexander Bienemann und ich bin Doktorand am Institut für Autonomes Fahren.

00:36:54: Und was ich hier ausstelle ist unsere vertikal integrierte Ende-zu-Ende-KI die als erstes in Europa überhaupt wirklich das ganze zu einem Reifegrad gebracht hat wo das auf einem industrietauglichen Chip läuft.

00:37:07: Es ist die erste Software dieser Art in Europa, die für den militärischen Bereich genutzt werden kann.

00:37:11: Im Gegensatz zum zivilen Bereich haben wir uns eben auf die Domäne Offroad konzentriert und haben hier eine eigene Pipeline geschaffen für das Training von großen KI-Modellen.

00:37:22: Wir haben eine Pipeline Aufarbeiten von Daten, das Labeln von Daten.

00:37:27: Alles automatisiert so dass wir jetzt Daten sammeln mit der Bundeswehr und diese KI immer besser und besser machen.

00:37:33: und Ziel davon ist es eine große Foundation Model zu haben was dann der Bundeswähr hilft die KI runterzubrechen auf die jeweiligen Anwendungen LKW für die Logistik UGVs für die Front umso der Bundeswerden Schritt in die Zukunft zu ermöglichen, auch an diesen unbemannten Systeme dranzubebleiben und aktiv zu sein.

00:37:54: Autonomisch fahren auf der Straße kann ich mir ja irgendwie als Laie noch vorstellen aber im Gelände wenn man da nach hinten schauen wir sehen einen Lkw-Inflektan anstrich.

00:38:05: Wenn ich mal vorstelle, da fährt irgendwo ein Feldweg und muss dann vielleicht auch im Rahmen eines Einsatzes wo noch wirklich offroad fahren wie macht man das?

00:38:13: Ganz einfach.

00:38:14: Also unsere KI-Modelle, die leben davon, dass sie anhand von echten Beispielen trainiert wurden.

00:38:19: Was wir haben ist eine große Flotte an Dachboxen, die wir nutzen um Daten zu sammeln mit der Bundeswehr, die dann der KI demonstrieren wie so ein Fahrer im Offroadgebiet denn fährt wo er entlang fahren kann.

00:38:33: und die KI macht daraus ihre Ableitungen und stellt fest alles klar.

00:38:38: Wenn der Mensch da und da durchgefahren ist, dann kann das Fahrzeug da und geht es einfach darum, diese Systeme auch in den Feltseinsatz zu bringen und dort laufen zu lassen um noch mehr Daten zu sammeln.

00:38:50: Und noch ein besseres Bild davon zu bekommen was geht oder nicht geht.

00:38:53: aber generell lernen solche Systeme durch Daten und Demonstrationen.

00:38:56: gerade im Offroad Bereich haben wir auch noch zugute dass wir nicht die hohen Sicherheitsstandards füllen müssen wie im zivilen Straßenverkehr.

00:39:03: denn aus Themen Krieg in der Ukraine haben wir gelernt, dass so große LKWs wie der den wir hier sehen tatsächlich nur eine Überlebensdauer von ungefähr zwei Wochen im Einsatz haben.

00:39:13: Und wir wissen auch aus diversen Gesprächen mit dem Logistikkommando das es durchaus vorkommt in der Ukraine, dass wenn zehn Lkw's losfahren tatsächlich nur sechs oder sieben Heilungen kommen.

00:39:23: Das heißt wir haben die Anforderung an diese Systeme jetzt schon erfüllt einfach alleine weil es in dieser Konfliktstufe andere größere Risiken gibt, die schon zu Ausfall führen bevor das System es überhaupt tut.

00:39:39: Ihr arbeitet ja mit der Bundeswehr, eng zusammen.

00:39:42: haben wir gehört welcher Wissenstransfer hat in der Stadt gefunden?

00:39:46: Was sind die Anforderungen an der Bundeswehre oder die Wünsche?

00:39:49: Das

00:39:50: Ganze hat angefangen mit einem Projekt bei dem sich die Bundeswehr ein automatisiertes Convoy-System gewünscht hat, bei der das erste Fahrzeug in der Kolonne noch bemannt ist und die anderen Fahrzeuge sollen unbemannt folgen.

00:40:01: Wir haben das Ganze noch weiter getrieben und sind jetzt an den Punkt gekommen, bei dem wir mit der Bundeswehr ausgearbeitet haben, dass das Ziel jetzt sein sollte, dass solche Fahrzeuge voll autonom fahren.

00:40:11: In Sprechen gibt es Forschungsprojekte innerhalb deren wir diese Systeme wirklich integrieren auch hier dieser große Truck, den wir hier sehen.

00:40:19: Der wird umgerüstet mit unserem Projektpartner zusammen so dass unsere Systeme und unsere Software draufläuft.

00:40:26: Der Wissensaustausch findet so weit statt, dass unsere Ergebnisse entfällt und im Einsatz der Bundeswehr helfen zu verstehen, inwieweit die Systeme schon einen gewissen Reifegrad haben eingesetzt werden können.

00:40:37: So dass das Ganze auch in der Industrie geschafft werden kann oder eben auch von uns weiter geführt werden kann um neue Wege aufzuzeichen welche Möglichkeiten da noch so bestehen.

00:40:47: Neben uns steht auch ein Geländewagen mit seinem Aufbau am Dach.

00:40:50: Da sind Sensoren drauf, können Sie erklären wie funktioniert die Streckenerkennung und die Navigation?

00:40:56: Was kommt da alles zum Einsatz?

00:40:58: Wenn wir uns jetzt mal auf die Sensoren festlegen dann gibt es drei Sensoren die hauptsächlich im Einsatz sind Kameras, wir haben Kameras noch vorne hinten links und rechts schauen.

00:41:07: Manche Plattformen haben auch Thermalkameras zum Beispiel eine wesentliche Komponente die im zivilen Bereich sehr wichtig ist das der Laserscanner auf dem Dach.

00:41:14: Der schießt mehrere Laserpunkte die gleichzeitig auch noch damit erzeugte so eine Wolke aus Punkten, die ihm hilft seine Umgebung besser zu sehen.

00:41:22: und dann gibt es noch Radersysteme.

00:41:24: Jetzt haben wir aber im militärischen Kontext auch gerne mal den Fall dass solche aktiven strahlenden Sensoren nicht immer wünscht sind weil sie die Position der Kolonne oder des Fahrzeugs dem Feind vorgeben oder zeigen wo da ist.

00:41:38: Das Gute an unserer KE ist, wir können Bewusstseinsoren an- und abschalten.

00:41:41: Das heißt sind wir in einer Situation wo es gefährlich wird und wir nicht wollen das man uns dediktiert, können wir auch den Laser Scanner und den Rade entfernen.

00:41:49: und das Ganze funktioniert vision only nur über Kamera oder eben Thermalkamera je nachdem Und wie das das Ganze erkennt, ist eben dass man Daten nimmt und diese Daten labelt.

00:42:01: Das heißt jeder Pixel wird angeklickt, jede Punktwolke wird angeklappt und es wird gesagt was ist?

00:42:04: Was ist jetzt die Straße?

00:42:05: Ist das Gras?

00:42:06: Ist es befahrbar oder ist es Himmel?

00:42:07: Es ist ein Mensch!

00:42:08: Und Massen von diesen Daten im Training bringen der KI dann wirklich bei, das Gisene zu interpretieren und dann wirklich zu erkennen.

00:42:17: alles klar da kann ich entlang fahren, da ist ein Feldweg, da sind keine Bäume im Weg Da passt mein Truck durch.

00:42:24: Aber Grundlage für die Routenplanung sind schon Satellitenbilder, um quasi mal auf einem großen Kartenausschnitt zu sehen.

00:42:31: Kann nicht überhaupt fahren ist ein Fluss oder nicht?

00:42:34: und die Feinplanung macht dann das Sensor am Dach?

00:42:37: Genau!

00:42:37: Die Kette funktioniert so.

00:42:40: man kann sich aber auch auf GPS nicht verlassen.

00:42:42: gerade im aktiven Einsatz an der Front werden solche GPS Empfänger gerne auch mal gestört.

00:42:48: Damit sich das Fahrzeug aber trotzdem zuverlässig orientieren kann, fängt man damit an dass man in der Basisstation intern einen Koordinatensystem erstellt und einfach ein Satellitenbild sinkt mit dem Koordinatensystem des Fahrzeugs.

00:43:00: Und dann kommt Katir-Algorithmen zum Einsatz die beim Fahren das Gesehne von dem Fahrzeug matchen zu dem was es im Satellitensbild sieht, was es erwarten würde.

00:43:09: Das Auto fährt und er denkt sich ok ich muss bei der Brücke geradeaus durch, links dann fahre ich an einem Wald vorbei und irgendwann kommt ein großes Gebäude.

00:43:18: Und dann habe ich mein Ziel erreicht.

00:43:20: Beim Fahren

00:43:21: wird lokal eben so eine Karte ständig erstellt geupdatet und mit dem Satellitenbild gleichgeschaltet und damit können diese Fahrzeuge eben zuverlässig zu ihrem Zielpunkt

00:43:29: kommen.".

00:43:30: Und jetzt weiter gedacht ist das auch einmal ein Thema für Panzer wo es ja nicht nur darum geht kann ich da fahren oder kann ich nicht fahren sondern auch gefächstechnische und taktische Überlegungen enthalten sind?

00:43:41: Definitiv.

00:43:41: Also was ich hier auch sagen kann, ist dass es in Europa viele Start-ups gibt die in dem Bereich arbeiten und gerade im Bereich autonome Panzer gibt es in Estonia in den Firma Milrem Robotics von denen wissen wir das die solche Systeme zur Verfügung stellen.

00:43:56: Hier muss aber eine kleine Abgrenzung erfolgen denn meines Wissens nach sind die Softwarekomponenten dort handgeschriebene regelbasierte Einzelmodule die im Verbund autonomie zur verfügung stellen noch wie gesagt keine Ende-zu-Ende-KI-Systeme in Europa, in irgendwelchen Firmen.

00:44:14: Was aber ein größerer Performance hat und eine kleinere Ausfallrat und the way to go sein sollte.

00:44:21: Wir können uns auch durchaus überlegen dass auch mal später Firmen Deutschland die Panzer herstellen auch sehr in so einer Technologie interessiert sein könnten.

00:44:29: der erste Schritt wäre es auch die Wahrnehmung zu integrieren.

00:44:32: ich weiß aus diversen Gesprächen mit Panzerfahrern das gerade Der Sichtbereich ist sehr stark eingeschränkt in so einem Panzer und Bildschirme, die alleine schon visualisieren was draußen um den Panzer passiert.

00:44:44: Und dann halt auch mal Boxen projizieren Objekte erkennen werden schon eine sehr starke Hilfe und ich kann auch sagen dass es Projekte in diese Richtung gibt Bestrebungen das auch zu modernisieren und dann das Gefecht oder den Einsatz mit dem Panzerfahrzeug für den Fahrer zu erleichtern.

00:45:00: Super Dankeschön alles Gute!

00:45:01: Gerne Ihnen auch Danke.

00:45:02: Wir verabschieden uns an dieser Stelle auch von der DTEC.bw.

00:45:08: Jahrestagung und zwei-tagen Defenseforschung im Schnelldurchlauf.

00:45:13: Noch zwei Veranstaltungshinweise in eigener Sache, am fünfundzwanzigsten Februar twenty-seven veranstaltet militäraktuell den European Air Defense Summit in Wien und am zwanzigste Mai zweitoßenzehnundzwanziger veranstalten wir die Dronevation und defense ebenfalls in wien.

00:45:33: Bis zum nächsten Mal.

00:45:34: Auf

00:45:44: Wiederhören!

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