Schweizer Panzer fahren Bahn

Shownotes

Die Schweiz gilt als Bahnland. Nicht nur zivil, sondern auch militärisch. Major Omar Uebelhart bekleidet die Funktion „Chef Eisenbahn der Armee” bei den Schweizer Streitkräften und erzählt im Militär Aktuell Podcast-Interview mit Stefan Tesch über den Stellenwert der Schiene.

Uebelhart erklärt, wie die Eisenbahnoffiziere militärische Bahntransporte planen, begleiten und dabei mit Bahnunternehmen sowie Infrastrukturbetreibern zusammenarbeiten. Besprochen wird auch die Übung TRIAS 25 in Österreich: Neun Ganzzüge transportierten rund 7.500 Tonnen Material über die Grenze. Thema sind die Herausforderungen bei Planung, Ladungssicherung und Koordination auf langen Strecken – sowie die wachsende Bedeutung der Bahn für schwere Fahrzeuge, Logistik und Versorgung.

Veranstaltungshinweise:

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Transkript anzeigen

00:00:00: Der Stellenwert der Bahn würde in einem Konfliktfall sicher zunehmen und wäre sicher von grosser Bedeutung für die Versorgung der Landesteile.

00:00:12: Die großen Verbände, vor allem die mechanisierten Begaben sind wieder daran, in ihren Volltruppenübungen, in den größeren Übungen auch die Thematikbahn wieder einzufügen.

00:00:25: Die Logistikbasis der Armee ist eine der größten Kunden.

00:00:29: bei SBB Cargo Schweiz oder in Friedensseiten wird sehr viel per Bahn transportiert.

00:00:43: Was ist die Eisenbahn-Armee und wie funktionieren militärische Eisenbahntransporte in der Schweiz?

00:00:51: Diese Fragen besprechen wir mit dem heutigen Podcastgast, mit Majoa Oma Übelhardt.

00:00:56: Hallo am Podcast!

00:00:58: Sie sind Chef der Eisenbahn der Armee in der Schweiz, eine sehr interessante Funktion.

00:01:04: Zudem haben sie auch einen Ziviljob in diesem Bereich.

00:01:07: Sie sind nämlich bei den schweizerischen Bundesbahnen SBB und haben dort eine leitende Funktion für Infrastruktur und Services.

00:01:17: Mein Name ist Stefan Tesch.

00:01:18: Ich darf diese Podcast-Folge moderieren und Herr Major sind so nett, erzählen Sie unseren Zuhörern einmal was die Funktion Chef Eisenbahn der Armee ist?

00:01:27: Was umfasst denn das alles?

00:01:29: Also der Chef Eisenbahner Armee is eine Stabstelle, Stabkommandooperationen.

00:01:36: Wir haben als Hauptaufgabe die Fachführung der Eisenbahnoffiziere.

00:01:42: ich bin sozusagen der fachliche Vorgesetzte der Eisenbahnoffiziere.

00:01:47: Wir haben insgesamt siebzehnte von den Eisenbahnoffizieren in der Schweiz.

00:01:53: Einer pro Größter Verband, pro Brigade oder Division.

00:01:59: Da haben wir hier einen Eisenbahn-Offizier.

00:02:02: Weitere sind organisatorisch im Pool des Kommandoperationen zu Hause.

00:02:08: Dann haben wir beim Lehrverband Logistik und die Bestab Bundesrat Nationalalarmzentrale auch noch ein Vertreter.

00:02:15: Wir sind in den vier Trittorialdivisionen beim Heer bei den drei mechanisierten Brigaden, eben bei der Logistikbasiste Ranmeh und in der Logstikbrigade Eins Zuhause.

00:02:33: Als unsere Hauptaufgaben übernir.

00:02:36: wir tragen zur fachtechnischen Unterstützung bei Transporden und Verschiebungen bei.

00:02:41: Wir bewerten auch ständig die Bahnverkehrslage in der Schweiz und die Befahrbarkeit allgemein des Verkehrsträgers Schiene.

00:02:51: Wir ermitteln da ein bisschen den Handlungsbedarf, sind viel in Kontakt mit den Eisenbahn- verkehrsunternehmungen und den Infrastrukturbetreibern allgemeine.

00:03:05: Vielleicht noch eine kurze Zwischenfrage?

00:03:07: Was ist denn ein Eisenbahnoffizier gesagt?

00:03:10: Verschiebungen, was kann man sich da darunter vorstellen?

00:03:14: Also er ist eigentlich der Profi auf Platz.

00:03:19: Er arbeitet in einem bahnnahen Umfeld.

00:03:25: Der Eisenbahnoffizier kommt mit einem Eisenbahntechnischen Background her.

00:03:34: Wie gesagt, er arbeitet entweder bei einer Eisenbahnverkehrsunternehmung oder einem Infrastrukturbetreiber oder bei einem Lieferanten bei einer Firma die BANA mit uns zusammenarbeitet.

00:03:50: Wir haben auch Vertreter, die beim Bundesamt für Verkehr arbeiten.

00:03:55: Wir bringen eine Eisenbahn als Know-how mit und können das dann gezielt Auf dem Gleisfeld anwenden, wir unterstützen wie gesagt die Truppe bei den Transporten.

00:04:10: Wir geben unseren Know-how dort hinein und wir schauen auch das vor Ort alles sicher und pünktlich abläuft.

00:04:21: Genau mit Verschiebungen meinen Sie wahrscheinlich Verlegung und sagt man Österreich dazu?

00:04:27: Genau genau richtig ja!

00:04:30: Verschiebung bei uns, wie gesagt Bericht für Verlegung.

00:04:34: Also klassischerweise in den Gruten-Schulen zum Beispiel Panzerartillerien.

00:04:43: dort wird ja viel verschoben per Bahn.

00:04:46: Dort sind die Grutinnen und Gruten dann auch sehr schnell mit der Bahn vertraut Und eben sind auch ziemlich schnell unterwegs mit den Fahrzeugen.

00:04:59: Im Zivilen gilt ja die Schweiz als das Bahnland, zumindest sagt man in Österreich so dazu.

00:05:06: Welchen Stellenwert hat denn der militärische Eisenbahntransport in der Schweiz?

00:05:11: Er hat sicher in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen.

00:05:17: Historisch gesehen ein bisschen.

00:05:19: Da waren wir mit Armee'n-Sechtsig und Armee fünfundneinzig also... von den Sechzigerjahren bis in die ersten Zweitausender.

00:05:28: Bis zum Jahr zwei Tausend drei gab es ja diese zwei Eisenbahnregimente, jeweils sechshundert Angehörige der Armee.

00:05:38: Dort wurde die Gesamtkoordination durch die ehemalige Generaldirektion der SBB wahrgenommen.

00:05:45: Da hatten wir rund vierzig Stagsoffiziere aus eben den Betriebsabteilungen der SPB und der BLS und viele Bantechnikspezialisten aus dem Gleisbau, vom Fahrleitungsbau, aus dem Kabelbau, die dort tatkräftig unterstützt haben.

00:06:04: Dann wurden diese Eisenbahnregimente aufgelöst und da wurden wir durch die Fachführung auf Stufe-Konzern wieder geführt.

00:06:20: Ich denke einmal jetzt mit den mit den internationalen Verkehrern, eben wieder mit Trias letztes Jahr auf dem Waffenplatz Allensteig.

00:06:31: Mit der Planung für das nächste Jahr auf den Waffenplätzen in Sachsen-Anhalt in Deutschland.

00:06:38: Da hat die Bedeutung wieder zugenommen oder wir konnten unser Fachnohall wieder stärken und unseren Beitrag wieder vermehrt leisten mit gewissen Themen wieder vertraut oder vertrauter geworden, wenn es vor allem um die Ladungssicherung geht.

00:07:01: Oder wir haben in der Schweiz andere Richtlinien.

00:07:04: Wenn wir dann die Grenze passieren Richtung Deutschland und Österreich da, das sind wir dann vor allem in der Ladungessicherung mit anderen Standards wieder gefordert.

00:07:15: eben und wir sind darauf oder daran diese... dieses Know-how wieder aufzubauen in unserem Bereich mit den Kolleginnen und Kollegen bei SBB Cargo, Schweiz.

00:07:30: Und eben jetzt für TRIAS-Siebenundzwanzig wieder vermehrt auch mit SBBCargo International.

00:07:35: Und natürlich auch auf der Schiene der Behörden, wo wir eben versuchen das Know-How wiederaufzubauen.

00:07:45: damit In den nächsten Jahren mit der FITS sind diese Übungen fachtechnisch auch zu begleiten.

00:07:52: Genau, Sie haben angesprochen die TRIAS-Fünfundzwanzig das war die Übung der Schweizer Armee am Truppenübungsplatz Einsteig was sehr spannend.

00:08:00: übrigens gibt es auch eine Podcastfolge dazu hier im Podcast von Militäraktuell.

00:08:05: Herr Major, noch eine Zwischenfrage ist ihm gesagt.

00:08:07: Der Eisenbahntransport gewinnt wieder an Bedeutung.

00:08:10: Die Eisenbahnregimenter wurden zwar aufgelöst jetzt schaut man das Know-how wieder hereinkommt.

00:08:15: aber in der Rekrutenschule als Schweizer Rekruth ist es üblich dass man sozusagen auf Übung oder einen Truppenübungsplatz oder Waffenplatz mit der Bahn fährt?

00:08:26: Also ganz klassischerweise der Rektor rückt per Bahn ein also mit dem Zug.

00:08:32: die Rektoren verschieben vor allem in ihrer Rekrutenschule viel mit der Bahn.

00:08:41: Es kommt auf die Truppengate um den Auffahren, vor allem Panzerartillerie sind von Beginn an ziemlich stark mit der Bahn konfrontiert eben mit den grossen Raupen und Kettenfahrzeugen.

00:08:58: auch die Kolleginnen und Kollegen welche in der Logistik tätig sind sind sicher näher bei der Bahn dran.

00:09:05: Es kommt ein bisschen auf die Truppengattung drauf an, wo der Angehörige der Armee eingeteilt ist.

00:09:11: Weil eben ein bisschen ein kleines Land ... Wir haben gesagt vorhin wir sind ein Bahnland.

00:09:16: Bei uns klassischerweise die Militärischen Pneufahrzeuge verschieben die Strecken auf der Autobahn und auf der Straße.

00:09:28: Und eigentlich nur die schwereren Geräte mit Traubern und Ketten verschieben auf der Bahn.

00:09:35: Was ist denn da Hintergrund?

00:09:36: Warum wurden diese Eisenbahnregimenten, das finde ich auch ein sehr spannender Begriff aufgelöst.

00:09:41: Das hat sicher damit zu tun dass die Größe der Armee verkleinert wurde also die Anzahl der eingeteilten Angehörigen.

00:09:51: in der Armee sind wir aktuell zwischen hundert und hundertvierzigtausend Soldaten und Kader in der Miliz Ein Thema, das sind wir viel kleiner geworden.

00:10:07: Viel kompakter und da haben wir natürlich auch weniger Fahrzeugen, weniger Material zu verschieben wie früher oder mit Armei ein und Sechzig-Armee fünfund neunzig.

00:10:18: Da waren die Größen ganz anders.

00:10:20: Da hatten wir viel mehr Fahrzeuge, viel mehr Material und viel mehr Personen natürlich.

00:10:25: Das heißt nach Hause holt man jetzt wieder durch?

00:10:30: Richtig, ja.

00:10:31: Wir haben das Glück, dass wir noch sehr viel üben dürfen.

00:10:36: Der Angehörige der Armee im Durchschnitt ist fünfzehn bis zwanzig Tage im Jahr willizmäßig aktiv.

00:10:47: Wir in den Stäbner-Glossenverbände – mit meinem Beispiel habe ich ein Stabkommandoperation für Stabskurse pro Jahr.

00:10:56: Das sind jeweils fünf Tage am Stück mit Begleitung der Übungen, mit Coaching vor Ort.

00:11:03: Mit einzelnen Tagen, die wir leisten kommen wie etwa auf zwanzig bis fünfundzwanzig Tage pro Jahr, wirst du absoffizieren.

00:11:18: Wie gesagt, die grossen Verbände, v.a.

00:11:20: die mechanisierten Bergaden sind wieder daran in ihren Volltruppenübungen und in den grösseren Üblingen auch die Thematik Bahn wieder einzufügen, wo wir kleine Teilstücke per Bahn verschieben oder ganz grössere Teilstücke zum Teil.

00:11:42: Ich bin dann gerade Ende September wieder auf Unterstützung, wenn die Artillerieabteilung, die Tessinartilierabteilungen in dem Bereich Mittelland zwischen Solothurn, Arau Zürich wieder unterwegs ist und von dort aus mit zwei Kompositionen auflädt während einer Übung.

00:12:09: Und eben diese Fertigkeiten auch beiden Leuten wieder festigt, wir sind vor Ort für das Coaching, wir unterstützen und schauen dass das Ganze sicher vom Stadt geht.

00:12:25: Sie sind ja in ihrem Ziviljob, wie wir schon gehört haben bei den schweizerischen Bundesbahnen.

00:12:31: Ich nehme an das ist auch Voraussetzung dass man Chef Eisenbahn der Armee wird sozusagen dieses Know-how mitbringt.

00:12:38: Können sie uns ein bisschen einen Einblick geben?

00:12:39: Wie ist da dieses Wechselspiel zwischen Armee und ihrem Ziviljob?

00:12:43: Haben sich die Uniformen einmal nicht oder...

00:12:45: Genau so.

00:12:46: ich muss sagen ich habe das Glück bei der SBB Infrastruktur.

00:12:51: Ich bin jetzt seit siebzehn Jahren bei der SPB.

00:12:55: Ich habe das Glück, dass wir diesen Wechsel sehr gut handeln können.

00:13:02: Wir sind wie gesagt in den Stabskursen mit dem Laptop unterwegs und ich kann ab und zu auch Telefongespräche oder Teamscalls oder wie gesagt Sitzungen in meinem Beruf absolvieren.

00:13:16: Das ist alles kein Problem.

00:13:17: Das versuchen wir mit unserem Milit-System so gut wie möglich unter einen Hut zu bringen.

00:13:24: Es ist natürlich schon so, es ist eine Herausforderung wenn man in einer Stabsfunktion neben dem Job, neben der Familie noch gewisse Aufgaben am Abend und Wochenende absolviert.

00:13:41: Aber eben ich denke die Grundvoraussetzung ist dass man auch Spaß daran hat und dass man einen Sinn dahinter sieht.

00:13:49: oder irgendwie komisch ursprünglich.

00:13:54: Ich war über zehn Jahre Personalchef oder eben Leiter in der Personalfunktion.

00:14:03: Sehr viel auch mit seinen vielen Behörden zu tun, sehr viel mit privaten Unternehmen zu tun und jetzt eben den Schritt zum Militäreisenballendienst hat mir wirklich gezeigt was wir tun in der Miliz.

00:14:20: Das bringt auch sehr viel.

00:14:22: Wir können unser ziviles Know-how wirklich sehr gut einbringen.

00:14:27: In unserer Gruppe von siebzehn Offizieren haben wir Kolleginnen und Kollegen, die von der SBB Infrastruktur kommen, schwerwiegend gewisse Fahrdienstleiter oder operativ tätige Kollegen aus SBB Cargo, also in verschiedenen Funktionen, aus dem Personenverkehr ... auch vier Lokführer unter uns, die das Know-how mitbringen.

00:14:51: Die auch das Verständnis mitbringen wie die Abläufe funktionieren.

00:14:56: Wir haben auch Eisenbahnoffiziere aus anderen Infrastrukturbereichen, aus dem Schmarspurnetz, die auch ein gutes Know-How mitbringen und oft auch eine andere Sichtleise oder vielleicht von einer kleineren Bahn, vielleicht mit anderen Ausgangslagen.

00:15:16: Wir haben das Glück, dass wir Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der Behörden dabei haben.

00:15:23: Die wirklich auch dort viel gutes Know-how hineinbringen.

00:15:30: Ich denke, die Gesamtmix macht es aus!

00:15:33: Wir sind alles junge, motivierte, sehr engagierte Offiziere und ergänzen uns wirklich gut.

00:15:41: Wir haben Glück, damit wir uns gut verstehen, eben dieses Know-how gezielt einbringen können und so uns auch während der Freizeit unterstützen.

00:15:52: Wir ziehen alle an einem Strang, und das spürt man richtig.

00:15:56: Wir sind alle passionierte Eisenbahner wenn wir es so sagen darf.

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00:16:04: Militär aktuell gibt's auch gedruckt!

00:16:07: Das österreichische Militäermagazin erscheint viermal pro Jahr und berichtet über sicherheitspolitische Themen,

00:16:35: Wie kann man denn einem... nicht so ganz bahnland österreicher erklären was ist denn das besondere an einem eisenbahn?

00:16:43: transport?

00:16:43: und viele die uns jetzt zuhören wenn sie vielleicht auch denken okay, die schiene ist jetzt aus feinsicht.

00:16:49: Vielleicht ein high value target bombardierende schiene steht sozusagen die ganze logistik.

00:16:55: wie kann man das einordnen?

00:16:57: Wie gesagt wir sind ein kleines land.

00:17:01: seit kind auf sind wir mit der bahn unterwegs.

00:17:07: Das verbindet, oder?

00:17:08: Ich denke wir haben in jeder kleinen Botschaft auch einen Bahnhof.

00:17:15: Wir sind die Züge durchfahren.

00:17:18: Ich denke das kommt ein wenig... Wir sind alle von klein auf mit der Bahn ein wenig verbunden.

00:17:28: Wir dürfen das wirklich sehr nahe auch erleben und Ich kenne viele, die als Traumberuf immer noch der Lokführer haben.

00:17:41: Lokführern oder eine Bahnnahetätigkeit, weil eben auch die Arbeitgeber allgemein seit Infrastruktur, seit Eisenbahnverkehrsunternehmen in der Schweiz sehr zuverlässig sind und Auch sehr perspektivreiche Arbeitgeber.

00:17:59: Ich denke, das macht auch vieles aus, wenn man weiß, dass man bei einem Bundesnahmbetrieb arbeitet und verbindet.

00:18:09: Das weckt dann auch bei vielen Jungen die Passion zur Bahn.

00:18:14: Das eine ergibt fast das andere.

00:18:17: Die Logistikbasis der Armee ist eine... der größten Kunden.

00:18:21: bei SBB Cargo Schweiz, oder in Friedensseiten wird sehr viel per Bahn transportiert.

00:18:29: Viele Palette-Güter, viele Losegüter von einem Logistikzentrum zum anderen.

00:18:38: Von einem Waffenplatz zum anderen wird wirklich viel auf der Bahn transportieren.

00:18:43: Wie gesagt die Kettenfahrzeuge und Alpenfahrzeugen werden per Bahn transportiert.

00:18:49: Dort ist wirklich eine der Vorteile, die Senkung der CO-Zweiemissionen und die Wirtschaftlichkeit.

00:18:57: Und eben auch dass die Tatsache, dass wir die Fahrzeuge schonen können ein bisschen.

00:19:04: Wir haben viele ältere Fahrzeugen, wenn man an die Kampfbahn Zalleopar denkt, Jahrgang stieg Dann die Schützenpanzer, vor allem der M-Hunderteinzehn oder die Panzerhaube ICM-Hundertneun bei der alte Artillerie.

00:19:21: Das sind alles Fahrzeuge aus den Sechzigern und Siebzigerjahren.

00:19:25: Wenn wir diese per Bahn transportieren können, können wir sie auch nach ein paar Jahren länger am Leben

00:19:31: erhalten.".

00:19:33: Genau!

00:19:33: Und die logistische Planung wenn ich mit einer Eisenbahn verlege?

00:19:38: Wo ist da der große Unterschied zur Planung auf

00:19:41: Straße?".

00:19:42: Da hat das länger, oder?

00:19:43: Es sind natürlich die Zeitverhältnisse ein bisschen anders.

00:19:48: Auf der Straße kann man mit einer Bewilligung loslegen und von heute auf morgen verschieben.

00:19:59: Die Eingabe der Transportanfragen müssen natürlich mit einem gewissen Frist vor der Fahrt eingereicht werden.

00:20:12: Da braucht einerseits der Große Verband ein bisschen Zeit das Ganze zu planen, dann kommen wir ins Spiel als Eisenbahnoffiziere.

00:20:20: Wir machen so ein bisschen die fachtechnische Prüfung auch der Anfrage.

00:20:24: Dann geht das ganze zur Armee Transportkoordinationszentrale in Thun.

00:20:31: dort eben wird Die ganze Thematik hat auch das Zusammenspiel der Fahrzeuge mit den Eisenbahnwagen geprüft.

00:20:39: Und dann geht das Ganze los.

00:20:41: je weiter zum Dienstleister, zum ausführenden Dienstleisten zu SBB Cargo Schweiz, die auch die ganze Trassierung und die ganze Abwicklung des Verkehrs vom Rangierauftrag, vom Verschubsauftrag, wie ich glaube, sagt in Österreich Die ganze Verschub, die gesamte Zusammensetzung der Komposition.

00:21:08: Dann kommt der Belad durch die Truppe.

00:21:10: Dann kommen noch einmal die technischen Kontrollen des Zuges ins Spiel.

00:21:13: Dann wird der Zug auf das Abfahrgleis rangiert eben.

00:21:19: und dann fährt dieser Zug, kommt dieser Zug wieder an der Destination an und dann passiert das Ganze nach ein oder nicht in der Truppe, der Ablad.

00:21:29: Dann werden diese Wege nun.

00:21:31: die Wagen wieder weggestellt und beginnt das Ganze wieder von vorne.

00:21:36: Das heißt, die Bereitstellung der Transportkapazität braucht ein bisschen einen Vorlauf?

00:21:41: Kann es dann im Betrieb auch so sein wenn zum Beispiel eine Brigade verlegt, dass der reguläre Personenverkehr zu längeren Intervallen kommt, dass er dann ein bissel zurückstecken muss?

00:21:53: Grundsätzlich nicht nein!

00:21:57: Wagen-Ladungsverkehre der Eisenbahn, die passieren wie ein ganz normaler Güterzug in der Schweiz.

00:22:06: Da gibt es vorgefertigte Trassen.

00:22:10: Das Ganze wird von den Angebotsplanern so gelegt, dass das Personenverkehr v.a.

00:22:17: und dem regulären Güterverkehr nicht gross tangiert werden.

00:22:22: Wir schauen, dass alles reibungslos verläuft.

00:22:27: Kolleginnen und Kollegen bei SBB Cargo wirklich sehr bedacht, dass das alles zusammen funktioniert.

00:22:33: Dass das ganze Zusammenspiel klappt eben mit den Rangierteams, mit den Betriebszentralen.

00:22:43: dann auch die in der Operativen schauen, dass es das Ganze aneinander gut transportierbar ist.

00:22:53: Ist jetzt der Eisenbahntransport etwas, was man im Einsatzfall, in dem Falle der Landesverteidigung auch machen würde?

00:22:59: Oder ist das etwas, das nur für den Frieden geeignet ist.

00:23:03: Ja ich denke dann vor allem im Fall der Fälle wäre natürlich die Eisenbahn ziemlich rasch im Spiel.

00:23:10: oder ist es natürlich wie Sie vorhin gesagt haben Die Eisenbahn ist Teil oder die die Eisenbahngnoten der wichtigen.

00:23:18: Die Schieneninfrastruktur ist Teil des Schutzes der kritischen Infrastruktur.

00:23:23: Es hat einen grossen Stellenwert, das sind wir auch gerade in vielen Konflikten auf der Welt, die die Eisenbahn sehr stark vertreten ist.

00:23:34: Auch im Konfliktfall werden ja Personen und Güter regulär transportiert eben und die Eisenbahnenverkehrsunternehmen und die Infrastrukturbetreibung sind ja ziemlich rasch dann vor Ort auf der Stelle und flicken diese kaputten Stellen an.

00:23:54: Also ich denke, das Stellenwert der Bahn würde in einem Konfliktfall sicher zunehmen und wäre sicher von großer Bedeutung für die Versorgung der

00:24:06: Landesteile.".

00:24:08: Sie haben es vorhin schon angesprochen wenn man zum Beispiel einen Transport nach Deutschland macht dann gelten dort andere Gesetze hinsichtlich Ladungssicherung.

00:24:16: Wie sieht es denn so mit dem Stellenwert des Eisenbahntransports in den Nachbarländern aus?

00:24:20: Was haben Sie da für Erfahrungen?

00:24:23: Ich denke, wir konnten es bei TRIAS-Vierfünfundzwanzig mitverfolgen.

00:24:30: Das sind natürlich auch andere Dimensionen dahinter.

00:24:33: oder wir hatten die Thematik Verschiebung vom Ausgangsbahnhof in der Schweiz bis nach Basel und Bucks auf diesen beiden Leitungswegen.

00:24:44: Dann die Zollthematik, dass unsere bundesame Verrüstung mit großem Vorlauf sehr gut gehandelt hat.

00:24:55: Dann hatten wir den Übergang auf den deutschen Respektiven auf den österreichischen Teil unseres Leitungsweges.

00:25:04: Es waren so weite Strecken und da kann sehr viel passieren oder.

00:25:09: ich denke die Zusammenarbeit war sehr gut.

00:25:14: Wir haben den Vorteil in unserem Milit-System, dass wir unter den Eisenbahnoffizieren auch vertreten haben.

00:25:23: In der Bahnverkehrsleitung Schweiz ist unsere Leitstelle, die in engem Kontakt ist mit dem Deutschen und den Österreichern.

00:25:35: konnten wir sehr, sehr viel auch antizipieren.

00:25:38: Wir konnten sehr viel vorausschauen und planen.

00:25:42: Wir waren schon sehr früh, wenn zum Beispiel ein Problem bestand mit dem Lokführerwechsel auf der Komposition mit ungeplanten Baustellen, Mitstörungen.

00:25:56: Wir hatten ja verschiedene Zwischenfälle auf diesen Transporten.

00:26:00: Da war es einerseits auf die Infrastrukturseite Teilweise schwierig.

00:26:05: Wir hatten auf der österreichischen Seite auch Stellwerke, die zum Beispiel nachts nicht bedient waren.

00:26:14: Da konnten wir das Ganze sehr früh verfolgen und konnten wirklich eingreifen.

00:26:22: Das Zusammenspiel zwischen den Akteuren hat gut funktioniert, was vor allem auf der deutschen Seite eben infrar.

00:26:33: oder DB Cargo.

00:26:34: Da kamen die definitiven Trassen, die Anordnungen ziemlich spät und eben das hat uns dann ein bisschen aus der Planung geworfen.

00:26:47: aber wir konnten mit der ständigen Überwachung des Transports wirklich sehr viel eingreifen und konnten verhindern dass noch größere Verspätungen entstehen.

00:27:02: Wir konnten dann auf dem Rückweg von diesen Lehren profitieren.

00:27:07: Wir konnten die Züge dann von Österreich Richtung Schweiz noch besser mitverfolgen und wir konnten insgesamt mit der gemachten Planung fast, rechtzeitig oder fast pünktlich auch zurückfahren.

00:27:31: Also wir hatten viel viel geringere Probleme auf dem Rückweg, also auf der Hinfahrt nach Österreich.

00:27:41: Könnten Sie uns vielleicht dann auch bitte ein paar Einblicke geben?

00:27:44: Trias' fünfundzwanzig ist eher ein gutes Beispiel.

00:27:46: eine mechanisierte Brigade hat nach Österreich verlegt und wieder zurück.

00:27:50: es war ein Teil einer Brigade sozusagen wie eine Kampfgruppe könnte man schon sagen.

00:27:55: aber mechanisiert das heißt schweres Gerät dabei.

00:27:58: Wie viel Wagons, wie viele Züge braucht man dass er so ein bisschen eine Größenordnung hat?

00:28:04: Das waren elf Züge insgesamt, die nach Österreich verschoben haben.

00:28:12: Die wurden dann zu neun Ganzzügen formiert.

00:28:16: Wir hatten in der Schweiz vier Standorte.

00:28:21: Wir sind ab Tuna Promo, Abhinviel und ab Trämschemie in Domathems gefahren.

00:28:28: Wir hätten insgesamt viertausend dreihundert Meter und ungefähr siebentausende Fünfhundert Tonnen.

00:28:34: die wir transportiert haben, unter Transport erstreckt sich etwa über sechs Tage vom Start bis zum Endpunkt.

00:28:46: Natürlich die Infrastruktur in Österreich, da die Bahnanbindung auf dem Truppenübungsplatz Hallensteig über den Bahnhof Göpfritz-Sonderwild, die Alpenfahrzeuge, die kommt direkt auf dem Waffenplatz im Anschlussgleichs Wurmbach abgeladen werden.

00:29:06: Wir hatten verschiedene Leitungswege, das hat natürlich auch Einfluss auf die Planung gewisse Fahrzeuge mit einer außergewöhnlichen Sendung.

00:29:17: Die Fahrzeube, die zu breit und zu hoch sind, konnten nicht über den Leitunsweg Arlberg verschieben weil sie natürlich von der Dimension her zu gross waren.

00:29:29: und vielleicht auch noch ein interessanter Punkt in der Ladungssicherung, die wir auch schon hatten.

00:29:35: Wir haben etwa... ...auntertausend achthundert Keile eingesetzt, Holzkeile.

00:29:44: Das war Hartholz und wir hatten dann ungefähr fünf eineinhalb Tausend Nägel respektive Schrauben.

00:29:54: Wir durften diese ganzen Neuerungen ein paar Wochen vor dem Transport noch ausprobieren.

00:30:02: Wir waren ein bisschen überrascht, dass da Hartholz kam und nicht z.B.

00:30:06: Tannen viel weicher ist.

00:30:09: Und wir durften dann nach letzter Minute vom Hammer auf die Bohrmaschine umdisponieren.

00:30:17: Das war auch im Bereich der Logistik eine sehr große Herausforderung.

00:30:25: Auch da hat uns die Logistikbasis mit ihrem Berufspersonal sehr, sehr polivalent unterwegs ist.

00:30:33: Eine riesengroße Hilfe gegeben.

00:30:37: Die Logistikkasis hat uns wirklich tatkräftig unterstützt in der Vorbereitungsphase damit wir auch diese Transporte durchführen konnten.

00:30:46: Wir hatten andere Themen Mit dem Abspannen der Fahrzeuge, wir hatten Themen mit den Containern die wir schlussendlich nicht mit der Bahn befördern konnten weil wir diese eben nicht sichern können damit sie transportiert werden können.

00:31:08: Wir haben hier keine Möglichkeit diese oder wir hatten da keine Möglichkeit dieses Sauber mit dem vorhandenen Material und mit einem vorhandener Eisenbahnwagen korrekt oder regelmäßig konform zu sichern.

00:31:24: TRIAS ist ja eine Serie für die Truppenverwendung im Ausland, glaube ich, ist da die Abkürzung.

00:31:30: Es folgen auch weitere Übungen in anderen Ländern.

00:31:32: das heißt sie konnten aus der Übung in Österreich aus Sicht der Eisenbahnlogistik sehr viel Know-how aufbauen und auch sehr viel mitnehmen.

00:31:40: Das ist richtig genau eben!

00:31:42: Und wir haben diese Themen vor allem in der grenzüberschreitenden Ladungssicherung in der Zusammenarbeit zwischen Leitstellen.

00:31:50: Das konnten wir wirklich alles halt nahe erleben und ich denke, da konnten wir sehr viele Lehren mitnehmen die wir jetzt in Vorbereitung auf die nächsten Übungen in den nächsten Jahren gezielt auch anpacken können und uns dort verbessern.

00:32:08: Herr Major!

00:32:09: Ich glaube das war ein schönes Schlusswort.

00:32:10: Dankeschön für die Insights in dem militärischen Eisenbahn-Transport in der Schweiz.

00:32:15: Herzlichen Dank, Hirtesh Für diese Möglichkeit war er mitzumachen.

00:32:20: Ja und euch liebe Zuhörer, danke fürs dabei sein!

00:32:23: Bis zur nächsten Folge von Militäraktuell der

00:32:36: Podcast.

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