Der Soldat Charles Eismayer

Shownotes

Über ihn als Ausbildner erzählt man sich im Österreichischen Bundesheer heute noch Geschichten. Vizeleutnant i.R. Charles Eismayer war einer von der strengen Sorte. Nach Anfängen beim Jagdkommando diente er bei der Garde in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien. Eines Tages verliebte er sich in einen seiner Rekruten, Mario Falak, und hat ihn später geheiratet. Seine Lebensgeschichte inklusive Doppelleben, Outing und Krebserkrankung wurde 2022 verfilmt („Eismayer“). Für diese Podcast-Folge hat Militär Aktuell Podcast-Host Stefan Tesch den heute 69-Jährigen in seinem Domizil in Ungarn besucht und mit ihm sowie seinem Gatten Major Mario Falak-Eismayer ein ausführliches Interview geführt.

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Veranstaltungshinweise:

Transkript anzeigen

00:00:00: Das Schöne ist, wenn man beim Bundesheime absolviert hat und dabei bleibt – das ist der schönste Beruf auf Gottes Erden.

00:00:10: Weißt du wirklich?

00:00:11: Die gesamte Breite drinnen hast in den Rekoten!

00:00:15: Du hast drin vom Hilfsarbeiter bis zum Autoranten, bis zum Doktor... ...die Jugend ist genauso wie früher, genauso zu motivieren, genauso mit Leistung dass die Leistung bringt, also diese Zeit ist gleich geblieben.

00:00:31: Hier war es sehr aufsässig am Anfang und so kann ich ruhig sagen das war Hass-Lebe.

00:00:45: Über ihn als Ausbildner erzählt man sich heute noch im Bundesheer Geschichten weil er einer von der strengen Sorte und er war lange Zeit bei der Garde in der Maria Theresienkaserne tätig.

00:00:57: Dann hat er sich in einen seiner Rekruten verliebt und ihn geheiratet.

00:01:02: Diese Lebensgeschichte wurde vor vier Jahren verfilmt, heute sind wir zu Gast beim wohl berühmtesten Unteroffizier des Bundesheeres Witze Leutnant in Ruhe Charles Eismeyer.

00:01:14: Willkommen am Podcast.

00:01:16: Hallo meine Lieben!

00:01:18: Ebenso hier Platz genommen hat sein Ehepartner Majoa nicht in Ruhr.

00:01:22: Mario Fallack Eismeier

00:01:25: Danke vielmals, danke für die Einladung.

00:01:27: Ja, danke dass ihr uns hier in eure Residenz nach Ungarn eingeladen habt.

00:01:33: Uns Zuhörer wird jetzt zu Beginn mal interessieren wie ist denn der militärische Werdegang von Witzeläutnant Charles Eismair?

00:01:41: Natürlich ich werde mich versuchen kurzzufassen.

00:01:45: nach so langer Dienstzeit eingerückt bei natürlichen Kötzendorf, Konverdienst dort geleistet bei den damaligen siebenund dreißiger Landbestandungen, siebund dreizig.

00:01:54: Ich hatte immer schon eine militärisch harte Ausbildung interessiert.

00:01:58: Daher habe ich mich gemeldet zum Jagdkommander nach Heimburg, damals war das Jagdkammer noch in Heimborg.

00:02:04: Dort habe ich die Ausbildung.

00:02:05: absolut wurde hergepinst was nur der Zeug hält durch meinen Vornamen Charles, weil ich natürlich bei den Ausbildern ein sehr williges Objekt für jede Schandtart bereite.

00:02:22: Grundkurs und so weiter.

00:02:24: nach positiver Absolvierung blieb ich beim Jagdkommando, wurde dann Ausbildner.

00:02:29: Und mein damaliger Kompanieführer hat dann gesagt Schalle sind dir steckt mehr?

00:02:35: Ich

00:02:36: hab müssen dann den Dienstführenden und Offizierskurs absolvieren und war so mit der jüngsten Dienstfänder in einer Elite verbannt damals als Wachmeister bei dem Jagdkomander.

00:02:48: Danach ging es weiter vom Jagdkommando, dann hat's den Skandal gegeben beim Jagdkomander.

00:02:54: Der gesteuert war die Zersplitterlung am Anfang und danach bin ich gewechselt zum Landwerksteigungen in den Hoch- und Deutschen Meistern in der Riesenkaserne.

00:03:08: Dort ebenfalls aus Dienstführende bei der vierten, vierte einundzwanzig habe ich dann die Offiziersausbildung mit ausgebildet.

00:03:20: Und dann habe ich gewechselt zur Garde zum dameligen Oberst-Liefer und hab dort natürlich begonnen als Zugskommandant, weiter als Kommandogruppenkommandante und dort habe ich auch weiterhin meinen Dienst versehen.

00:03:37: Natürlich war ich sehr engagiert für das Exerzieren – das hat mir immer gefallen!

00:03:43: Und somit wurde ich dann Exerzieermeister.

00:03:46: in der vierten Gardekompanien

00:03:48: Ist das typisch für einen Jagdkommandosortaten, der seinen Febel fürs Exerzieren hat?

00:03:53: Ja es nicht.

00:03:54: Aber wir haben ja das Gewalt getaugt und natürlich auch dann schon exerziert, dass wir beim Bundesjahr eingeführt haben.

00:04:02: Mario hast du auch einen Febel für das Exerzen?

00:04:06: Ich glaube den habe ich mit der Zeit oder durch die Ausbildung von Charles bzw.

00:04:11: den anderen Kameraden entwickelt oder beziehungsweise, wie sagt man da, es hat sich so hineingenistet und ist

00:04:18: gewohnt.

00:04:19: Du bist ja, wie wir gehört haben noch im Aktivdienst?

00:04:22: Noch lange sogar?

00:04:23: Ja, noch nicht mehr so lang, nur mehr neunzehn Jahre oder so!

00:04:29: Wie hats bei dir begonnen beim Bundesheer?

00:04:31: Also eingerückt, neunundneinzig eben bei der Garde, bei der vierten Gadekompanie damals, beim

00:04:38: Charles

00:04:39: eingerügt war ein Schockerlebnis für mich, weil ich habe andere Geschichten gehört.

00:04:44: Dass es beim Bundesjahr so gemütlich zugeht und dass man da eigentlich gleich am ersten Tag Hand fahren darf usw.

00:04:50: Dementsprechend war das nicht bei der Garde.

00:04:54: Dann die Unteroffizierslaufbahn durchgenommen, also nach dem Abrüsten einen Monat später wieder eingerückt, falls man so getaugt hat.

00:05:03: Die Unteroffiziärslaufbahn mit sehr spät dazu entschieden... auf die Militärakademie zu gehen, die mit den Auslandseinsätzen ausgemustert zur Auslandsseinsatzbasis, wo ich jetzt sozusagen als Ausbildner für Militärexperten in Auslandseinsätzen tätig bin.

00:05:24: Charles, du bist gegen Ende des Siebzigerjahres beim Bundesheer eingerückt.

00:05:29: Das war auch die Zeit der Raumverteidigung.

00:05:32: Wie würdest du diese Zeit unseren jungen Zuhörern erklären?

00:05:36: Wie ist es damals beim Bundesherr zugegangen?

00:05:39: Wie war dieses Raum-Verteidigungskonzept jetzt für dich?

00:05:42: Als eines kann ich sagen ... Den Luxus hätten wir uns damals gewünschen.

00:05:49: Wir sind noch eingerügt als ich in Kötzendorf.

00:05:53: Das waren noch die alten Häuser, nicht die renovierten, sondern die Alten.

00:05:57: Dort gehen wir auf die Zimmern, so zwölf-achzehn Mann im Zimmer ein Gokschofen in der Mitte und um die Kälte zu überbrücken wurde dort eine Ingehetz.

00:06:09: natürlich um zweiundzwanzig Uhr muss die Feuer aus sein und dergleichen.

00:06:15: Die Nachgewänder und so weiter, es war wirklich.

00:06:18: Und die drei Agarnitur mit Mantel- und Leibrimengarmaschen der Gefechtsdienst waren mega geil beim Röppenhaus den Kopf unten kauft schon bei die Knie.

00:06:29: Es war megageil.

00:06:31: natürlich das Frühstück wurde geholt in der Kanne und Mit einer Steige ist das Gebäck gekommen doch hat's nichts gegeben.

00:06:40: da der Buffet und der gleich.

00:06:41: also noch einmal jetzt Wenn man das vergleicht, ist das jetzt ein Fünf-Sternhotel.

00:06:47: Die Militärausbildung ging über früher aber es war sehr gute Kameradschaft und es war eine schöne Zeit.

00:06:57: Mario, du bist neunundneinzig eingerückt.

00:06:59: Warst du dann schon im Fünf-Sterne-Hotel?

00:07:01: oder wie hast du das wahrgenommen?

00:07:03: Grundsätzlich

00:07:03: war es ein Fünfsterne Hotel wenn man die Zeit gehabt hat zum Essen.

00:07:06: Also weil die Garder also wenn wir mit fast fünfhundert Mann oder ja fast fünf hundert Mann Kompagnie zum Essen gegangen sind und an dem entsprechenden Slott gehabt haben und natürlich alles mit der Pelschritt des Essens stattgefunden hat.

00:07:24: Das heißt wenn Du das Tableau mit den ganzen Essen drauf gehabt gehabt hast.

00:07:27: Hast du dir das Tablett ins Gesicht knallen können und mit der Zunge noch die Resteln, die im Gesicht gepickt haben auffangen können?

00:07:33: Und dann warst du schon wieder draußen angetreten damit man geschlossen in Formation zurückmarschieren kann rechtzeitig.

00:07:42: also ja es war grundsätzlich fünf Sterne Hotel für alle anderen außer für Digadisten.

00:07:48: Das hat jetzt mit der Hand für eine Bewegung gemacht.

00:07:50: Er hat dem nicht ganz zugestimmt, deiner Erzählung.

00:07:53: Es ist ein bisschen übertreibend aber es war so.

00:07:56: Denn wir waren auch damals für die anderen ein Vorbild weil sogar der Kasernkommandant immer mal mit der Grundausbildung in Götzendorf ist immer der Kaserankommandante und sagt du tschalles Frage wie werden heute die Tablets am Tag?

00:08:16: Förderband abgesteckt.

00:08:17: Wo muss das Glas, wo muss das Teller, wo muß das Besteck liegen bevor ich es wieder aufs Förderband gebe?

00:08:25: Denn das war peinlich genau.

00:08:28: Wir mussten die Rekruten nach dem Essen so ablegen.

00:08:31: warum damit sich hinten in der Waschstraße die das leicht erarbeitet haben und nur einen Griff dann gebraucht haben um das Tablett wieder zu leeren?

00:08:43: Und somit war ich dort auch im Speisesaal.

00:08:46: zucht und ordnung.

00:08:47: Genau, wenn man das nicht so tun würde, hätte man einfach zu viel Zeit zum Essen gehabt.

00:08:51: also deswegen wurde dass immer genau das ausfassen sowie das abgeben genaust uns organisiert damit ja keine zeit zu messen bleibt

00:08:57: mehr Zeit zu machen.

00:09:00: Schade, du bist jetzt in Pension.

00:09:01: machst du das noch immer?

00:09:07: Ich bin der einzige der was dann immer wegräumt usw.

00:09:14: Schau, dass ihr euch nichts erwarten könnt.

00:09:16: Stimmt das Mario?

00:09:17: Ja!

00:09:17: Also ja ich bin der ärmste Mensch auf dem Planeten.

00:09:20: Ich muss noch immer das strengere Regime auch zu Hause durchleben.

00:09:25: Die einzigen die absoluten Freiheiten haben sie in unsere Hunde glaube ich.

00:09:28: Von denen habt ihr ja sehr viele.

00:09:31: Ich würde gerne noch aufs Leben als Soldat zurückkommen.

00:09:34: Wie seht ihr dann euer Selbstverständnissoldat zu sein?

00:09:38: Also ich finde es einmal sehr gut und natürlich muss man die Freude im Freien haben.

00:09:48: Man muss die Liebe zur Natur haben, aber auch das Schöne ist, wenn man beim Bundesjahr mal absolviert hat und dabei bleibt – es ist der schönste Beruf auf Gottes Erden -, weil du wirklich die gesamte Breite drinnen hast in den Rekruten.

00:10:07: Du hast da ja vom Hilfsarbeiter bis zum Autoranten, bis zum Doktor bist ... Du hast jede Gesellschaftsschicht von Hilfsarbeiter bis zum Millionärskind dabei.

00:10:22: Es ist wunderschön, dass die

00:10:24: lernen,

00:10:25: selbstständig die Nabelschnur abzutrennen und selbstständigen entstehende Probleme zu lösen.

00:10:33: Das ist das Schöne, wenn man es mitverfolgen kann.

00:10:36: Man muss auf jeden einzelnen Charakter eingehen – das ist das Geile!

00:10:41: Du hast ja viele Generationen, jüngere Gruten die meistens so mit achtzehn- neunzehnten Einrücken miterlebt.

00:10:47: Das ist eine Langzeitperspektive.

00:10:50: Hast du da irgendwelche Veränderungen in der Gesellschaft miterlebten?

00:10:53: Natürlich kriegt man es mit aber das beruht glaube ich, das ist ein Ding des Normaien dass jede Eltern versuchen ihren Sohn in der heutigen Zeit immer

00:11:08: besser

00:11:10: alles zu erleichtern, umso weiter und sofort.

00:11:13: Früher natürlich müssen die Jungen Zuhause mitarbeiten und das und jenes machen.

00:11:21: Und jetzt versucht man bei den jungen Menschen die Probleme, dass die Eltern helfen.

00:11:29: Dann merkt man schon, dass gewisse Jugendliche dass allein sein lernen müssten, dort einen einzureuchten Ordnung zu halten.

00:11:39: Das hat vorher die Mama gemacht zu Hause und so weiter und so fort.

00:11:42: Aber man versucht hier, dass die Leute lernen, die jungen Soldaten auf eigenen Füße zu

00:11:51: stehen.".

00:11:51: Und Probleme, selbst zu bekämpfen.

00:11:53: Nicht dass die Mutter der Vater anruft und sagt mein Sohn immer, wann solche Anrufe gekommen sind, aber ich sage ganz dumm her.

00:12:02: Ihr Sohn hat Stimmbandeln also wenn er mal schuht rückt dann kann er kommen und kann jederzeit darüber reden und dann werden wir sich deren Sache anlegen.

00:12:10: Aber nicht von Ihnen!

00:12:12: Mario zur welcher Kategorie gehörst du oder gehörtest Du als Rekrut?

00:12:16: Ja also ich war glaube ich von Anfang an recht selbstständig oder da oben hat keiner für mich intervenieren müssen.

00:12:22: Was aber sicher der Fall war, als ich rekrut war ist das sich sehr wohl ein Kämpfer war und für mich also überall auch durchsetzen wollte.

00:12:34: Dennoch glaube ich alle Aufträge in Perfektion auszuführen versucht habe.

00:12:43: Das war sicher immer schon so.

00:12:47: Weil die Frage war, wie sich die Menschen geändert haben.

00:12:49: Die Menschen ändern sich?

00:12:50: Da stimmt!

00:12:50: Also die neuen Generationen sind etwas anders.

00:12:55: Nichtsdestotrotz kann man sehr wohl von allen recht viel verlangen und das hat sich nicht geändert.

00:13:02: Also die Leistungsbereitschaft ist da... ...die Opfer-Bereitschaft auch da.

00:13:10: Das Einzige ist, man muss lernen jetzt mit den Leuten anders umzugehen weil wo früher durchgeschrei oder beziehungsweise durch sozusagen gespielte, herte gewisse Leistungen gefordert worden sind und sozusagen abgerufen worden sind geht es jetzt halt nicht mehr so.

00:13:28: Weil die Leute einfach wissen dass sie wertvoll sind das ist sich was bedeuten und dass sie auch diese Art und Weise mit denen umzugehen verlangen können.

00:13:37: Und wenn man sich als Bundesjahr daran anpasst und das putut tun wir glaube ich kommt es auch dementsprechend zurück, also diese Leistungsbereitschaft und die Aufträge werden sehr gut oder gleich gut wie früher erfüllt.

00:13:51: Also die Generation Z mit der man zu tun hat ist nicht faul, wenn man sagt zumindest nicht beim Bundesheer?

00:13:56: Wie geht man mit denen als Kommandant um?

00:14:00: Wir haben nicht so viele Rekruten.

00:14:02: Wie bereits gesagt, wir bilden ja Experten für die verschiedenen Auslandsseinsätze, egal ob das Zivilisten oder Militaristen sind.

00:14:08: Die paar Rekruten, die wir haben, sind alle sehr engagiert und wollen eigentlich gefordert werden.

00:14:14: Sie sind traurig wenn dann eine längere Zeit eine Stilphase ist und keine richtigen Aufträge da sind.

00:14:22: Also dann fühlen sie sich ein bisschen unterfordert.

00:14:29: Also wie ich sehe da nur Positives, also die Leute mit denen man zu tun hat sind sehr motiviert und möchten eigentlich leisten.

00:14:37: Was ich auf gar keinen Fall sagen möchte oder dagegen sprechen möchte dass man immer wenn man was zusammensitzt das man hört ja wir waren härter!

00:14:47: Wir waren besser!

00:14:49: Das ist alles ein Schaß!

00:14:51: Blöd sind, denn die Jugend ist genauso wie früher.

00:14:55: Genauso zu motivieren, genauso mit Leistung dass sie Leistung bringt.

00:15:00: also die Zeit ist gleich geblieben.

00:15:03: natürlich wie der Mario schon sagte man muss sich anders anfassen.

00:15:07: Früher haben wir einen Moment umbrüht.

00:15:10: heute muss man argumentieren sagen Herr Sommer bringt das macht das so und soweit und sofort.

00:15:15: aber die Leistungen bringen sie noch immer zu genüge.

00:15:18: Aber man muss argumentieren, warum eine Leistung zum Erbringen ist.

00:15:22: Ich sage

00:15:23: Positiv!

00:15:23: Wenn man das kapiert kann er viel besser den Befehl quasi erhalten hat umsetzen als mit Stur.

00:15:30: Wir brauchen keine Roboter, wir brauchen denkende Menschen.

00:15:35: der wird auch dann dementsprechend handeln.

00:15:37: Das heißt du hast deinen Stil auch anpassen müssen und gesagt okay was ich früher beim Jagdkommando oder bei der Herresunteroffiziersakademie gelernt habe?

00:15:44: Das gilt jetzt immer sondern... ...ich pass mich an

00:15:48: Schön langsam, aber wir müssen mich auch umhindern.

00:15:52: Richtig!

00:15:52: Du giltst ja als strenger Ausbildner.

00:15:55: Du hast gesagt Schleif, was soll man nicht sagen?

00:15:57: Das machen wir natürlich auch nicht.

00:16:00: Da springt gar den Hund auf die Fensterscheibe.

00:16:02: für alle, die sich jetzt wundern, was das für ein Geräusch war.

00:16:05: Wir sind da im Geben von einigen Hunden.

00:16:07: Er hat Charles zurück zu dir und warum warst du ein strengerer Ausbilder?

00:16:10: Hast du dich selber ausgesucht oder hast gesagt ich will streng sein oder ist es einfach passiert?

00:16:15: schon wie ich bei der Vorgeschichte gesagt habe, wir haben jetzt um Jahrkommande gemeldet, um eine harte Ausbildung zu erleben.

00:16:23: Damit man merkt wo ist quasi die Schalmer, die ich durchbrechen muss dass man noch mehr leisten kann weil wenn man was macht irgendwann kommt der Begel wo man sagt es geht nicht mehr blödsinn es geht nur weit weit weit mehr.

00:16:40: und da kam heute auch hier.

00:16:41: das hab ich erlernt und natürlich Wollte ich nicht streng sein, aber man darf anscheinend vergessen, wenn man diesen Beruf ernst nimmt.

00:16:51: Man tut dann nicht irgendwie für den Kindergartenausbilden sondern Gott hütert das jemals was spielt, sondern für den Ernstfall.

00:16:59: und ans kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, jene Soldaten wo ich bei der Ausbildung mit dabei war die bei uns waren haben nach dem Haber ist niemand gesagt Herr Witzler leutnant mit ihnen geh überall hin.

00:17:15: Mein Gebot war immer hart auszubehen, aber schon dass der Auftrag erfüllt wird.

00:17:22: Aber das ich auch hier quasi alle wieder nach Hause bringe.

00:17:25: Das was nicht immer passiert.

00:17:28: Aber man bildet für den Ernstfall aus.

00:17:32: Das soll man uns immer bewusst sein wenn man den Beruf aussiebt.

00:17:36: Das Maße aller Dinge ist der Einsatz.

00:17:38: An dem wird immer ausgebildet und gemessen.

00:17:40: Mario, wie hast du das wahrgenommen?

00:17:42: Wie du eingerückt bist, der strenge Vizelaute Landeismeier?

00:17:45: Hast du gleich gesagt super so was gefällt mir oder...

00:17:48: Also ich muss sagen die Forderungen, die gestellt worden sind schon gemocht bzw haben mich dann auch dementsprechend gegengestellt habe auch meine Leistung gebracht.

00:18:02: da bin ich mehr sicher Warum das jetzt so ein ganz wichtiger Punkt ist, dass man etwas ausholt?

00:18:10: Weil viele Sachen im Film oder von vielen Leuten, die uns kennen kritisiert worden sind.

00:18:16: Dass im Film der Charles als eben dieser harte Ausbilder dargestellt wurde.

00:18:22: Die Seite, die halt ein bisschen zu kurz gekommen ist aber das geht einfach in so einem kurzen Film nicht.

00:18:27: Dass man da alle Facetten abbildet.

00:18:30: Ist ja zwar ein strenger Ausbildner war dafür recht stark diesen Gerechtigkeitssinn bei jeder Entscheidung vertreten hat.

00:18:42: Und was auch auf jeden Fall hundert Prozent auf ihm zutrifft, ist das ja Sozial sich für jeden Einzelnen der mit Problemen die halt im Privatumfeld entstanden sind, sich dieser angenommen hat.

00:18:56: also er hat versucht die Probleme entweder für den Grundwerden oder eben für die Untergeberinnen zu lösen, beziehungsweise ihnen bei der Lösung zu helfen was gegangen ist.

00:19:04: Also das ist vielleicht im Film zu kurz so gekommen und dass es auch die eine Seite, die man sehr selten beim Charles bespricht also hart aber fair und gerecht.

00:19:14: Wenn du den Film angesprochen hast über den wir uns dann in dieser Podcast Folge noch unterhalten Charles, du warst ja Zugskommandant wie der Mario Eingerückt ist.

00:19:23: Da gibt es ja noch die Gruppenkommandanten dazwischen?

00:19:26: Haben sich sozusagen die an dir orientiert oder haben sie versucht den strengeren Zugskomandanten abzufedern vor der Mannschaft?

00:19:34: Also wie der Mari Eingerückte ist, war ich nicht Zugskormandant, sondern Kommando-Gruppenkommandant also quasi die rechte Hand von meinen Kommandanten.

00:19:43: Ich habe immer versucht seinen Willen umzusetzen in die Ausbildung und dergleichen.

00:19:50: Ja, ich war damals schon.

00:19:53: Weil wir müssen – wie der Mario erwähnte – vier, fünfhundert Leute haben mir in der Grundausbildung gehabt als Kompanie.

00:19:59: Das ist sehr viel!

00:20:01: Fünfhundert pro Kompanien?

00:20:02: Garde normal!

00:20:03: Das ist noch das Garde Normales und die hast du in der Gründausbildung.

00:20:07: Du musst aber nicht mehr Personal auskommen, dann muss man genau planen usw.

00:20:14: Und natürlich haben meine Gruppenkommandante war ich schon so quasi wie der Leidhammel.

00:20:23: Aber natürlich bei Schwierigen, und das heißt einmal bei fünfhundert Leuten gibt es schwierige Fälle, also schwieriger Rekruten, der was Anpassungsschwierigkeiten hat oder sich unterzuordern hat usw.

00:20:37: Und da habe ich natürlich – weil wir sehr viel junges Kader gehabt haben – immer gesagt, die Schicks zu mir.

00:20:46: Ich wollte meine ... Das ist nicht immer richtig.

00:20:50: Das möchte ich gleich unterstreichen, aber bei so vielen Leuten sollten meine Gruppenkommandanten netz sich mit Problemen auseinandersetzen und sagen, wenn es irgendwo Probleme gibt, schickt sie's zu mir.

00:21:03: Daher quasi hab' ich dann die Probleme abgehandelt.

00:21:08: So war das also immer bei Problemen was nicht positiv ist!

00:21:12: Weil somit hat der junge Gruppenkommand nie kennengelernt auch ein Problem abzuhandeln.

00:21:17: Aber die Zeit war nicht da, und das Personal haben wir nicht gehabt.

00:21:21: Somit habe ich mir gesagt, Problemkinder immer zu mir schicken, und wir behandeln das

00:21:26: schon.".

00:21:27: Die Personalsituation glaube ich hat sich hier nicht geändert oder nicht

00:21:30: gepessert.

00:21:33: Komm auf den Punkt zurück wie Mario eingerückt ist.

00:21:37: Schade was es deinem Kopf vorgegangen wieder gesehen hat?

00:21:40: Der

00:21:40: Mario war mal sehr gut!

00:21:45: Ein Aufsässer, ein Absolutes.

00:21:47: Man würde sagen

00:21:48: einen Haarschlokern.

00:21:49: Er wollte immer das letzte Wort haben.

00:21:52: Mario wird es zwar jetzt auch nichts zugeben aber er hat sich immer weiter immer das Ausscheidungs exerzieren.

00:22:00: zum Beispiel für die Nachausbildung wäre es noch nicht so gut habe immer ich selbst geleitet.

00:22:05: Da habe ich das nicht in Zufall überlassen, dass irgendein Gruppenkommandant oder ein Zugskommandante entscheidet, der kommt in die Nachausbildung?

00:22:14: Der

00:22:15: stimmt nicht!

00:22:16: Weil bei jedem Ausscheidungssachsortieren schon beim zweiten Griff hat irgend einer von den Wachtmeistern oder Kroporellen gesucht, Fahrlag raus und er hat natürlich dem zugestimmt.

00:22:25: also ich war bei jeder Nachausbildung bis zum Abrüsten dabei.

00:22:31: Stimmt auch, du hast dich immer provokant.

00:22:33: Immer vor mir genau hingepostiert in der ersten Reihe ... Das ist

00:22:38: deine Wahrnehmung?

00:22:38: Ich hab mich immer versteckt!

00:22:41: In der Ersten Reihe.

00:22:42: Da sieht man hier am wenigsten.

00:22:44: Aber ich hab am meisten gesehen und so war's halt.

00:22:48: Mario war halt großteilig immer bei den Nachausbildungen dabei.

00:22:53: Immer

00:22:54: nicht großteils.

00:22:56: Du wolltest meine Nähe haben.

00:22:57: Ja.

00:22:59: Am Anfang habe ich ihm sehr gehasst, weil er wollte immer das letzte Wort haben.

00:23:05: Stimmt gar nicht!

00:23:06: Und es hat sich durchgesetzt sogar bis er dann Gruppen- und Zugskommandant war.

00:23:12: Er versucht immer quasi das letzte zu haben.

00:23:18: Da gibt's eine wunderschöne Episode zum Beispiel da war er schon Zugskommandante Und immer, nach der Befehlsausgabe habe ich immer als Commandergruppenkommandant gesagt, alle Zugs- und Gruppenkommandanten zu mir in Besprechung.

00:23:33: Und da haben wir immer den nächsten Tag besprochen!

00:23:36: Die Zugskommandante haben Platz genommen und die Gruppenkomandanten sind hinterher angestanden im Kanzlei.

00:23:43: Ich habe immer den Ablauf genau für diesen nächsten Tag gesprochen – das erste Wort, wenn ich ... Ich bin als Letzter in den Raum gekommen und habe immer gesagt, Schreibbereitschaft herstellen.

00:23:54: Die Zugskommandanten eilen nach Block- und Beistift.

00:23:58: Und ich hätte auszugt – natürlich hätte ich ausgezogen, wenn irgendeiner nicht schreibbereit wäre!

00:24:04: Mario, mein Zugskommandant war NICHT schreibberät... ...und dann hab' ich ihn mal angepfiffen.

00:24:12: Aber auch mit Zeit, der wirklich ein scheißes Papier ist.

00:24:16: Ein Zigaretenschachtel war groß dagegen.

00:24:19: Er hat Obfakten gleich stift, aber er war schreibbereit.

00:24:23: Ich bin gespannt, ob er morgen alle Punkte genau erfüllt?

00:24:29: Natürlich habe ich vermehrt auf ihm geschaut.

00:24:32: Scheiße!

00:24:32: Er hat wirklich alles genau erfült.

00:24:35: Der hat es geschafft, auf diesen kleinen Scheißers Zettel die Punkte genau zu erfüllen.

00:24:42: Na, er war sehr, sehr aufsässig am Anfang und das war so kann ich ruhig sagen ... Es war Hass-Lebe.

00:24:51: Gut, die Geschichte, du warst dann schon Zugskommandant, d.h.

00:24:54: zwischen Rekrut und Zugskomandant?

00:24:56: War schon eine gewisse Periode verstrichen?

00:25:00: Eigentlich nicht!

00:25:00: Ich war bin schon mit Zweiundzwanzig Zugskominanten das erste Mal geworden.

00:25:05: Das war sehr schnell.

00:25:07: Schon im Hochwassseinsatz wurde ich sozusagen während dem Einsatz zum Zugskonnant ernannt weil da gewisse Sachen da nicht so hingehaut hatten Ersetzt.

00:25:20: Aber lange nach der Grundausbildung?

00:25:21: Lange im Sinne von...

00:25:22: Genau, die Hochzeit, genau gesagt.

00:25:25: Eres Unteroffiziersakademie für alle, die die Abkürzung jetzt nicht bereit haben.

00:25:29: Und wie gesagt recht früh zugskonan geworden und dann eben dementsprechend Fachgruppen Ausbildungen betrieben oder sonst bis zum Literatikademie war ich dann als Zugskonant eingesetzt.

00:25:41: Und wann ist es los

00:25:41: sogar zu Kommandogruppenkonanten verwendet worden?

00:25:44: Wann ist jetzt der Funke übergesprungen?

00:25:47: Charles, du hast gesagt, das war eine Hassliebe.

00:25:50: Also am Anfang war es nur Hass, so Liebe war da gar nix.

00:25:54: Ich glaube die Liebe ist dann erst mit dem ... Da war ich schon Zugskommandant das erste Mal.

00:26:00: Also nach dem Hochwasserinsatz, also im Jahr zwei Tausendzwei, wo ich zurückgekommen bin, sind die Themen halt ein bisschen expliziter geworden?

00:26:12: Natürlich, Mario!

00:26:14: Es war etwa Hass, aber ich war natürlich immer sehr stolz auf ihn.

00:26:21: Er wollte das letzte Wort haben, aber er war ein sehr guter Ausbildner und hat wirklich alle Aufträge zur Vollsten zufriedenheit erfüllt und dergleichen.

00:26:35: also da kann man nicht sagen Und für ihn hat die Uhr auch nicht gegeben, dass man sagt, jetzt ist Dienst.

00:26:41: Jetzt ist Dienst frei!

00:26:43: Sondern auch nach Dienst waren es Probleme gegeben haben.

00:26:45: Es erblieben ohne Überstunden, ohne irgendwas und dort hier mit seinen Soldaten weitergearbeitet usw.

00:26:53: Er war sehr gut.

00:26:55: Und so ist natürlich von dem Hass auch Achtung entstanden geworden... Der ist verdammt

00:27:05: gut.

00:27:05: War ich gegenseitig, dass die sexuelle Orientierung schon bekannt?

00:27:10: Ich habe natürlich Gerüchte gehört über Charles oder ob ich sie geglaubt habe oder nicht.

00:27:15: Daran kann mich eigentlich gar nicht mehr erinnern.

00:27:18: Oder es war mir eigentlich wurscht.

00:27:20: Er hat meine Ausrichtung sicherlich nicht gekannt.

00:27:23: Die Hunde vertreiben gerade einen Eindringling.

00:27:26: Ella aus

00:27:27: Pst!

00:27:28: Der war überall bekannt als absoluter Frauen.

00:27:33: Freund und so weiter und sofort.

00:27:36: Und der Pusser ist verheiratet, er hat gewusst ich bin verheIRatet und so weit und SOFORT!

00:27:40: Aber nach dem Busserl war es klar oder war das

00:27:44: noch nicht?

00:27:45: Nein, aber ich glaube das Bussr hat so gewisse Sehnsüchte geweckt und beziehungsweise dann ein paar Gespräche mit einem Kameraden die sehr sehr explizit waren und ebenso wir nennen sie heute homoerotische Gespräche hat er dann immer solche Ohren gekriegt.

00:28:04: Also ich habe gerade eine Riesenuhr an meinen Kopf gezeigt,

00:28:08: für alle die es jetzt nicht sehen kann, außer uns!

00:28:13: Also da hat er sehr genau hingehört und hat dann wie sagt man da mit der einen oder anderen hineingebratenen

00:28:20: Meldung... Ich hab die Fantasie einspielen lassen.

00:28:22: Ja,

00:28:23: genau.

00:28:24: Okay, klingt ja nach einer sehr experimentellen Phase.

00:28:27: Wenn ich mir jetzt an den Film erinnere ... Habt ihr das dann eine Zeit lang auch sehr geheim ausgelebt?

00:28:32: Wahrscheinlich viele Jahre.

00:28:34: Irgendwann kam das Outing vor den Kameraden?

00:28:37: Wie war das?

00:28:38: Also ja es war sehr sehr geheimer am Anfang.

00:28:43: Da waren noch nicht auf der Militärgademie.

00:28:45: Das war zu einundzwanzig her oder dabei

00:28:47: noch?

00:28:47: Da war noch sehr gehym.

00:28:50: Es war immer wunderschön und wir waren immer die Letzten jeweils... Schlafenganger sang, wir waren vorhin immer in der Sauna.

00:28:58: In der Kaserne?

00:28:59: Blödsinn, das war bei dir in der Wohnung nach dem Film schon.

00:29:04: Aber hundertprozentig ... Ja!

00:29:05: Das mit der Kasserne ist Jahre später erst gekommen.

00:29:07: Na gut.

00:29:08: Also immer dann zu Hause.

00:29:10: Das war immer der Sonntagstreff, dass er mal essen ging oder er ist vom Kino gekommen.

00:29:17: Bei der späten Abendvorstellung hat sich raufgeschlichen wie ein Tief in die Wohnung und hat bei mir übernachtet.

00:29:26: Und ist dann quasi, sind wir gemeinsam in den Dienst gefahren am nächsten Tag.

00:29:31: Das war ein Beginn!

00:29:33: Dann später wie wir schon... das war immer der Sonntagstät.

00:29:40: Und später waren wir ja in der gleichen Kaserne.

00:29:43: Wir hatten beide Einzelzimmer nebeneinander.

00:29:47: Warum bloß?

00:29:52: Wir haben in der Kompanier Sauna gehabt und nach der Sauna, das ist ein ganz wichtiges Schausch vom Tag war ja im Dienst.

00:30:01: Und er hat uns gesehen, da eine geht links ins Zimmer, dann drei geht er rechts ins Zimmer... ...und dann haben wir immer Kopfzeichen gemacht!

00:30:10: Ja vielleicht

00:30:10: war das der Grund für das wir ein Zimmer nebeneinander gehabt

00:30:12: haben?

00:30:14: Und dann quasi ist meistens der Mario nicht die wichtigen Ordner zu mir kommen, wir mussten ja etwas besprechen und so hat das auch quasi dann begonnen.

00:30:27: Der Ordner heißt Protokoll-Ordn.

00:30:29: Und

00:30:30: der Ordner war in der Hand nur dass er Scharge von da

00:30:32: war?

00:30:32: Ja,

00:30:32: dass er schon da war, wenn wir arbeiten.

00:30:36: Später ist es dann wie auf der Militärkademie geworden wurde schon die Besuche immer öfters, nicht nur am Sonntag.

00:30:46: Immer wenn er Zeit hatte und so weiter.

00:30:48: aber es wurden immer mehr Begleitungsstücke geblieben in der Wohnung zurück.

00:30:52: dann habe ich mein Ankostenteil ausgereimt ein zweites Fach ausgeheuert und das ist immer mehr geworden.

00:30:58: und ich hab dann zu ihm gesagt erst geht der Mutter die Wäsche nicht ab zum Waschen Du wolltest kein Wäsch mehr haben.

00:31:05: Das Wäsche wird bei uns immer mehr, immer mehr.

00:31:08: Neandern schön langsam ist es immer mehr geworden und immer wenn er von der Milag flüchten wollte, ist er dann quasi in die Wohnung gekommen usw.

00:31:19: Und so ist das immer intensiver

00:31:22: geworden.".

00:31:23: Okay, das war die geheime Phase eben?

00:31:25: Und das Outing dann?

00:31:27: Ich glaube das war unabhängig voneinander.

00:31:29: Scharls du warst später dran?

00:31:32: Ja

00:31:33: ich war erst da!

00:31:35: Ich habe mich bei ein paar Kameraden auf der Militärakademie geoutet, oder recht vielen dann mit der Zeit.

00:31:41: Das ist immer mehr geworden und das hat eigentlich was eigentlich vielen wurscht bzw die Leute haben das nicht so aufgenommen wie ich mir das hätte zuerst vorstellen können.

00:31:50: auch einer meiner besten Freunde hat es eigentlich überraschend cool aufgenommen wo ich eben eher die Befürchtung gehabt hatte dass das eigentlich ganz negativ also absolut nicht vertragen wird.

00:32:05: Aber ganz im Gegenteil, das war auch ganz cool und hat uns dann seiner Familie vorgestellt also beziehungsweise mich zuerst.

00:32:12: Und dann habe ich gesagt ja ich möchte so einen Familientreffen auch meinen Partner mitnehmen und er sagte ja gerne wir wissen das und da gab es eine monatelange rate Übung so wer das hätte sein können.

00:32:23: also es wurden alle Namen genannt und wie gesagt du kennst ihm Du hast ihn ja schon mehrere Male gesehen Wir waren ja gemeinsam sogar fort.

00:32:31: Darauf ist er natürlich nicht gekommen, als ich dann gesagt habe, dass es der Charles ist.

00:32:34: Da ist ein Flugzeug ab, das passiert in seinem Hirn.

00:32:40: Also das war ganz eine lustige Sache.

00:32:44: Das heißt,

00:32:44: dein Jahrgang hat's ehrlich hergenommen?

00:32:47: Genau richtig!

00:32:48: Da gibt es auch eine ganz lustige Sachen auf der Militärakademie.

00:32:51: Er war Vortragender Rechtswissenschaftler.

00:32:55: Er hat dann mal erzählt durch diese Angleichung, durch diese Diversität und so weiter.

00:33:00: Die ist sozusagen beim Heer auch mittlerweile gelebt wird.

00:33:03: Er wartet einfach nun mal den Tag wo da Herr Hauptmann hingeht und dann sagt Herr Witzelautnand wollen sie mich heiraten?

00:33:09: Und dann natürlich der Dreiviertel des Jahrgangens haben wir am Fullgas zum Lachen begonnen und er hat gesagt, nach dem Witz habe ich schon mehrere Mal erzählt aber noch nie hat jemand darüber gelacht.

00:33:18: sehr spannend Und ein paar Wochen später habe ich ihm dann eingewiesen, warum der ganze Jahrgang dann gemacht hat.

00:33:24: Weil er in Menschhals ein recht gut befreundeter ist oder

00:33:30: war.

00:33:31: Das war das Ende des Witzes?

00:33:32: Genau!

00:33:33: Das war der Ende des witzes und da hat er gesagt, ah deswegen ist damit so gut angekommen weil es kein Witz war.

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00:33:57: bekommen

00:33:57: Sie über unseren Newsletter Feldpost auf unsere Social-Media Kanälen und natürlich auf unserem Online-Portal.

00:34:05: Tauchen sie jetzt ein in unsere Welt unter militäraktuell.at.

00:34:13: Charles du hast da mehr Zeit gelassen?

00:34:15: Ja!

00:34:15: Passt nicht zu zum Bild des strengeren Ausbildes, oder?

00:34:19: Ich habe quasi die zwei Leben geführt.

00:34:27: So weit bin ich nicht, aber wie Mario dann so weit war.

00:34:31: Ich muss mich natürlich auch durchringen Weil natürlich bei uns in Abteilung beziehungsweise in der Kompanie war er immer ein militärischer Zison.

00:34:43: Er wurde immer gehandelt, Mario ist der Militärische Zison, also nie hätte ein Ausbilder einen Zugskommandant eine Angestellte oder eine Anggestellte irgendwie vermutet dass wir quasi ein Verhältnis hätten.

00:34:58: und jetzt hat sich Mario gehautet.

00:35:00: und jetzt muss ich natürlich nachziehen.

00:35:04: Ah, das möchte ich noch sagen.

00:35:05: Natürlich weiß ein Versteckspiel, sondern der Gleiche!

00:35:08: Weil immer wenn jemand kommen ist auf Besuch und der gleiche.

00:35:12: was müssen genau aufpassen ist irgendwas da was rückschlüssig ziehen könnte?

00:35:18: und es war immer ein Hin- und Herrahmen usw.. Dann hat Marius sich gehautet.

00:35:23: dann habe gesagt okay jetzt muss ich nachziehen.

00:35:25: Da war ich Staffelkommandant hinter meiner Riesenkaserne.

00:35:28: Ich hab irgendwann nochmal gesagt so meine ganzen Abteilungsleiter zu mir, die Sprechung.

00:35:36: Wir haben einen Kaffee und gesagt, ich muss euch was sagen!

00:35:41: Ich wohne mit Mario zusammen.

00:35:43: Jeder hat den Mario gekannt.

00:35:45: Ja das wissen wir.

00:35:47: Wir teilen eine Wohnung miteinander, wir teilen auch ein Bett miteinander.

00:35:53: Okay, wir haben auch sechs miteinander.

00:35:57: Und da wurde es still.

00:35:59: Am Anfang haben wir geschaut ... Ich sage, das ist nicht beim militärischen Zisern sondern wir sind quasi ein Liebespaar.

00:36:08: Da war wieder Stille und dann hat es angefangen... Super!

00:36:12: Katnuliere, Katuliere!

00:36:15: Dann war quasi das Outing vorbei, da bin ich rüber in meine Kanzlei Und mir gegen Übers mein Stellvertreter gesessen und gesagt, Tom jetzt hören wir genau zu.

00:36:28: Wenn du mit denen halt leben kannst Dann sagst du es mir, dann kriegst du den Nebenkanzlei.

00:36:34: Wenn du mit mir nicht in einen Raum sitzen möchtest, ich will dich nicht zwingen oder wenn du weg wirst von uns, dann werde ich dir auch behilflich sein.

00:36:44: Denn wir hatten eine sehr gute Freundschaft.

00:36:47: Sag jetzt nichts überlegt ihr's?

00:36:49: Sagen mal morgen Bescheid!

00:36:51: Am nächsten Tag ist er gekommen und sagt der Charlie sei zu mir.

00:36:55: Wir sind Torder quasi schon zehn Jahre miteinander.

00:37:01: Ich kenne alles von euch, das kenne ich noch nicht.

00:37:05: Und ich finde es so geil und sicher, ich bleib hier sitzen.

00:37:11: Ich hoffe du vertreibst mir nicht!

00:37:13: Jetzt kommen wir endlich einmal, wenn wir reden ... Wenn ihr da zu meiner Frau, kannst du sagen von Mario?

00:37:21: Das ist viel, viel lockerer und das wurde auch viel, weil man kann auch nichts mehr ... verschleiern müssen oder vertuschen müssen, sondern kann ganz frei reden was üblicher ist beim Bundesheer.

00:37:36: Oder in jedem Beruf das man von sein Zivilleben, vom Privatleben erzählt und das war heute der Schöne ja?

00:37:45: Und keine negativen Nachteile.

00:37:48: Im Gegenteil viele Anrufe sind dann kommen nach dem Outing und haben gesagt Herr Wieserlein, ich bin richtig stolz auf Sie.

00:37:57: Super!

00:37:58: Ich hoffe, ich habe ebenfalls beides so einen Mut.

00:38:01: und so ist es sehr viel Anruf für Sankt Kummer die was ebenfalls beim Militärdienst versehen und denke ich haben Mut gefasst durch unser Outing dass sie sich irgendwann einmal outen werden.

00:38:20: Hat es so eine Art Outing-Welle gegeben?

00:38:22: Ja, sehr

00:38:25: viele.

00:38:26: Kritiker gibt's wahrscheinlich auch, aber die sagen das ist wahrscheinlich nicht ins Gesicht.

00:38:29: Das war uns immer schon bewusst, dass die was hinter uns reden, die reden bei Nauarsch.

00:38:35: Also das war uns wohlst inns Gesicht und uns nie während des... Natürlich durch einiges Verhalten ist es schon zu Tage gekommen den guten Freunden, auch Generäle Oder General.

00:38:54: Zwar, drei Generäle.

00:38:57: Die, was früher mit mir so geschärzt haben und lustig waren ... Und schall es hin!

00:39:05: Nach dem Outen?

00:39:07: Du warst Luftferner.

00:39:09: Absolute Luft.

00:39:10: Aber es hat andere wiederum gegeben auch Generäles.

00:39:14: Die sagten, ich bin stolz auf die.

00:39:18: Super, stolz.

00:39:20: Anna hat immer zu mir gehalten.

00:39:22: Das war Generell Schmitzehner.

00:39:24: Der hat immer zu mir gehalten, weil den haben wir auch gefragt für die Hochzeit, ob wir heiraten dürfen in ohne Form.

00:39:33: Damals war er ein Militärkommandant und er gesagt, ich werde fragen im Ministerium

00:39:37: usw.,

00:39:39: aber ich wäre dafür.

00:39:42: Und der Schmitzer Karli am nächsten Tag ist da gekommen und sagt, ihr heiratet ihn ohne Formen?

00:39:49: Denn wir wollten unter kleinen Umständen durch diese Heirate Wir würden gerne in Uniform heiraten.

00:39:57: In der Arcanitur, weil wir sind zu hundert Prozent Soldaten.

00:40:01: aber wir wollen sicherlich auch nicht unseren Berufsstand schlecht machen.

00:40:05: daher war die Anfrage und er hat nur gesagt im Gegenteil ihr heiratts in uniform und wir machen sofort eine Presse aus Sendung angreif ist die beste Verteidigung Und wir machen bevor sie nach dem Stauntersamt den fünften Satz noch mal die Preise aussehen.

00:40:24: Und so quasi ist es dann entstanden, auch in der Öffentlichkeit das

00:40:29: Outing.".

00:40:30: Euer Fall ist ein ganz besonderer, aber wenn man das jetzt aufs ganze Bundesheer ausrollt.

00:40:35: Wie viel Privates hat den Platz im Dienst?

00:40:38: Denken wir jetzt da nicht nur in sexuelle Orientierung auch an Religion oder Ernährungsgewohnheiten Dinge vielleicht dem höchstpersönlichen Lebensbereich?

00:40:47: wieviel Platz hat es im Dienst als Soldat?

00:40:50: also?

00:40:50: ich glaube vor allem dass moderne her bzw moderne Armeen setzen mehr auf Auftragstaktik anstatt wie früher Befehls-Taktik oder Linieninfanterie.

00:40:59: Und ich glaube, dass Private hier vor allem die Individualität spielt eine riesengroße Rolle und die Vorteile bzw.

00:41:09: die Fähigkeiten, die jeder eine mitbringt und die er dann in den Dienst hineinlaufen kann oder lässt bringt meiner Meinung nach für den Dienst riesengroße Vorteile.

00:41:20: Was jetzt das Ganze, also wirklich das Gesamtpaket betrifft?

00:41:24: Ich glaube da sollte man schon in der Lage sein so eine riesengrosse Schachtel mit vielen Beipackern zu haben und dementsprechend was wir den Dienst notwendig ist mitzugeben.

00:41:36: Was aber auf keinen Fall versteckt werden sollte eben die ganzen Eigenschaften, die eine Person als solche ausmacht, also die ganze Sozialisierung, die einen mitgegeben worden ist auf dem Weg oder beziehungsweise was man wirklich ist.

00:41:49: Also die gewisse Sachen sucht man sich aus, was man sein möchte, ob man die gewissen Religionen haben möchte oder ob das nicht eine oder andere Hartrachtin, weil es eben auch aktuell das Thema war, jedoch was man isst zum Beispiel, dass man also sexuelle Orientierung anbelangt von mir aus auch eine Art... Behinderung, die man mit auf den Tag bringt.

00:42:13: Das sollte man nicht verstecken müssen.

00:42:17: Da gibt es ja auch vor allem was unsere Denkweise oder beziehungsweise Vorgangsweise im Thema Outthing betrifft.

00:42:24: also da sind wir Charles und ich uns überhaupt nicht der gleichen Meinung.

00:42:28: Ich bin der Meinung dass man eben einfach man selbst sein sollte Und sich überall outen Also nicht outen müsste sondern ist einfach selbstverständlich Sein sollte.

00:42:40: Da kommt wieder ein Einbrecher, die Hunde reiten los.

00:42:43: Und wie gesagt, da ist der Charles eine andere Meinung.

00:42:45: Er meint zuerst das ... Die Umfeldbedingungen sollten sicher sein.

00:42:50: Man sollte in einer open-minded Einheit sein, dass man sich dort auten kann.

00:42:56: Sonst leidet man vor allem als junger Rekrut vielleicht Nachteile.

00:43:01: Also nicht jemand, der sozusagen mit beiden Beinen im Leben steht.

00:43:04: Der hat es vielleicht ein bisschen leichter.

00:43:07: bewiesen hat, der Rekrut muss sich zuerst beweisen.

00:43:10: Und das ist meiner Meinung nach nicht richtig.

00:43:12: Also er sollte in der Lage sein es sich zu outen.

00:43:15: Das war auch einer der Gründe warum wir den Verein quer im Her gegründet haben dass man einfach diese Basis also diese Angst haben vor dem Outing wegnehmen kann.

00:43:25: Also wie gesagt es ist schön dass man sich outen kann aber es sollte einfach... Wir versuchen wirklich das Mainz jetzt zu bilden dass man es sich nicht mehr outen muss sondern einfach sagen kann, wenn die Leute über ihre privaten Beziehungen oder wie sie gerade beim Fortgehen mit ihrer Freundin Frau unterwegs waren.

00:43:50: Dann sollte der schwule Rekrut oder der schwulere Ausbilder oder die schwule Person

00:43:55: nicht

00:43:55: irgendeine Geschichten erfinden bzw.

00:43:57: das Geschlecht des Partners, mit dem man noch unterwegs war am Wochenende, erfinden müssen und austauschen müssen.

00:44:04: Also das wäre unser Ziel.

00:44:07: Dass es nicht diesen einen Outing-Moment gibt, sondern dass das ganz einfach von Anfang an miterzählt wird?

00:44:13: Korrekt, korrekt!

00:44:13: Ich

00:44:13: bin da etwas anders.

00:44:15: Ich glaube, dass die Zeit zwar reif ist aber noch nicht so reif, dass man einrücken kann und gleich sagen kann ich bin schwul.

00:44:27: Sondern man sollte sich ja mal anschauen wo rückig hinein.

00:44:30: ist diese Kompanie schon reif dazu, dass ich mich oute Denn Ansicht ist hundertprozentig.

00:44:36: Wir haben doch ewig gestrige in der Armee, die was nicht so leicht ist.

00:44:42: Das habe ich ja schon gesagt.

00:44:43: So wie es bei mir davor war dass die Erkennerei die Links-Linge aus der... Was früher dein bester Geherfreund war.

00:44:50: Die links liegen erst weil du dich gehautet hast.

00:44:54: und natürlich für den jungen Rekoten ist es sehr schwer, wenn in einer Kompanie quasi ein gebranntes Schaf ist.

00:45:02: Die Kompanieworst noch nicht so weit ist.

00:45:05: Bei mir als Witzeleutnant, als Reiffahrer ... Nicht älterer, Reifahrer?

00:45:11: Mir war das scheißegal!

00:45:12: Weil wir können den Buggel oben rutschen und mit der Zunge bremsen.

00:45:15: Aber beim Rekrutten, eben sogar beim Rektuten, der beim Herbleiben möchte... Kann es, wenn in der falschen Kompanie ist auch natürlich laufbandbedingte Schwierigkeiten dann geben.

00:45:30: Weil man dann sagt Herr Zumeil, ich habe jetzt ein Fünfbewerber, aber nur vier Kursplätze.

00:45:35: Okay den Spulen lassen wir da und wir nehmen mal die anderen.

00:45:39: Wenn in der Falschekompanie wann man nicht noch Leistung geht und daher sage ich immer man sollte hier sich das Umfeld anschauen Ist die Kompanien schon fehl und reif?

00:45:51: Dann okay Sogar im Ministerium gibt es noch genug.

00:45:55: Ehe wie gestern, was um ein dumm Hirschland war überall verkaufen.

00:45:59: ja wir sind offen und das aber nicht stimmt.

00:46:02: Mario Charles eure Lebensgeschichte oder über das wir gesprochen haben ist ja verfilmt worden.

00:46:08: vor vier Jahren ist der Film mit dem Namen Eismeier namens Programm herausgekommen.

00:46:14: Der Regisseur war David Wagner.

00:46:16: der hat euch auch umfangreich kontaktiert vor den Dreharbeiten Wie viel im film stimmt.

00:46:22: Also ich würde sagen, so circa siebzig bis achtzig Prozent sind Sie aus dem Leben gegriffen.

00:46:31: Die anderen zwanzig, es muss ja ein Spielfilm bleiben damit das auch für das Publikum interessant wird.

00:46:38: Ja, wir haben am Anfang nicht geglaubt dass er so ein Erfolg wird.

00:46:44: Es war ja ein geringes Budget zur Verfügung gestellt und man hat aber wirklich das beste herausgeholt.

00:46:52: Und dadurch, dass das Bundesheer hier unterstützt hat nach Langen hin und her wurde dann trotzdem die Unterstützung gewährt, wurde der Film quasi gedreht.

00:47:06: Natürlich haben wir nicht geglaubt, dass der so große Erfolg war.

00:47:09: Der grosse Erfolg war quasi in Italien.

00:47:14: Da wurde ein richtig grosser Erfolg, weil nach einer kurzen Phase ... Sind wir dann angerufen worden, ob wir dort teilnehmen bei der Premiere?

00:47:24: Weil er wurde nominiert.

00:47:27: Und somit haben wir dann angesucht, dass wir nach Italien fahren können in Uniform und dort bei der Präsentation unseres Filmes dabei zu sein.

00:47:37: Genau!

00:47:37: Bei der Weltpremiere in Venedi, bei den Filmfestspielen.

00:47:41: Ja... Der ist richtig gut angekommen.

00:47:44: also da sind so gewisse Ressentiments die dort normalerweise Gang und Gebe sind absolut über Bord geworfen worden.

00:47:52: Die Leute haben gejubelt, applaudiert nachdem der Film vorgeführt wurde.

00:47:58: Die Intendante in der Filmpfelspiele hat nur gemeint ... Das gehört sich nicht!

00:48:05: Aber mir gefällt

00:48:06: es!".

00:48:07: Der Schänze war natürlich, da wird genau einstudiert.

00:48:11: Der Gang über den roten Teppich, unser Film hat genau gehabt.

00:48:15: Ich würde jetzt übertreiben.

00:48:16: Ich glaube, fünf Minuten, denn hinter uns sind gleich die Amerikaner gekommen mit einem amerikanischen Film und da wurde genau einstudiert und dergleichen.

00:48:26: Und am Vordach besprichst du das natürlich den ganzen Ablauf mit dem zugeteilten Menschen wie das Genauablauf der Gang über den roten Teppich ausgemacht war.

00:48:40: Wir sind ja quasi nur die Statisten... Zwei Uniformen, die was über den roten Teppich drüber hier stehen.

00:48:47: Und quasi ... Die Hauptakteure sind der Vag, der Regisseur und die zwei Hauptdarsteller.

00:48:56: Und dann ist halt dieser Betreuer zu uns gekommen, sagt er, ihr könnt's allen die Show stellen!

00:49:02: Allen könnt' ich dir die Show stelle, wenn eh nicht.

00:49:05: Wenn es ihr am Roten debigt, bevor sie gehts, euch küsst.

00:49:10: So ein Gehaber.

00:49:11: Warst du vor dem, was du redest?

00:49:14: Wir sind in Uniform.

00:49:16: Vor auch nur den von Kameras.

00:49:19: Sag mir, wir werden schauen!

00:49:21: Na, wir kommen dann zu dieser Episode am nächsten Tag, schreiten den roten Teppich ab.

00:49:26: Das ganze normale Programm war Agna, der Regisseur.

00:49:30: Die Hauptausteller wären kurz befragt und waren fotografiert usw.

00:49:36: Und dann hast schon von dem Platz zu weisern weitergehen, weitergehen ... Und dann irgendwie hat sich der Mario und ich die Hände gegeben, haben uns aneinander gedrückt in weißer Kali-Uniform.

00:49:50: Und haben unseren roten Beppich geküsst.

00:49:53: Dann ist die Hölle ausgebrochen!

00:49:56: Ich habe noch nie gewusst, dass auf den venetiksofischen Fotografen und Journalisten sind.

00:50:03: Denn im Fernsehen sieht es nur aus einer Seite – das ist aber nicht doppelseitig.

00:50:08: Und dann wurde nur geprüft, zu uns her und so weiter.

00:50:15: Dann sind die Amerikaner, die was hinter uns waren, schon zurückgeschickt worden, weil die Fotografen noch nicht fertig waren.

00:50:22: Das war wirklich sausaugeil!

00:50:24: Also das war wunderschön.

00:50:27: Kommen wir mal im Hotel, sind schon die ersten Nachrichten in Internet erschienen.

00:50:34: Skandal...

00:50:37: Ganz im Gegenteil.

00:50:38: Alle waren begeistert über den Film erstens und natürlich auch über den Ablauf, aber die Rückmeldungen von internationalen Medien waren eigentlich über positiv, also richtig, richtig überraschend positiv.

00:50:53: Ja, ich hab's auch gar geschrieben.

00:50:56: Wenn man nicht so viel Zeit hat...

00:50:59: Also wenn man benedigt ist und sich unbedingt viele Sachen anschauen ... will, kann man alles streichen.

00:51:07: Das Einzige was man sich wirklich anschauen müsste ist der Film.

00:51:11: Ich habe den Film auch gesehen schon vor einigen Jahren und bin sehr ansprechend gefunden weil ich auch die Geschichte kannte.

00:51:17: Ich bin aber jetzt nicht Gegenstand des Filmes wie es euch dabei gegangen wie ihr den gesehen habt?

00:51:23: Ja also es ist irgendwie surreal.

00:51:25: man nimmt das eigentlich irgendwie trotzdem nicht so wirklich wahr auch wenn wir sozusagen.

00:51:31: natürlich berührt einem die Geschichte und wenn man das sozusagen verfilmt sieht, erlebt man das bei jedem Film schon.

00:51:39: Erlebt man diese Situationen vor allem eben dieser Krebsgeschichte

00:51:44: usw.,

00:51:45: die uns eigentlich auch näher gebracht hat also die geht einem immer noch sehr nahe.

00:51:52: Die brutale Zeit, die wir damals gemeinsam durchgearbeitet haben Und da kommen trotzdem noch immer beim Filmschauen die eine oder andere Träne cooler drunter, weil man einfach so wirklich sein Leben dann mehr oder weniger immer wieder in Etappen durchlebt.

00:52:09: Also dennoch ist es irgendwie surreal

00:52:13: nach hinten.

00:52:13: Das ist der Regisseur hat sich sehr eindringlich mit euch persönlich befasst.

00:52:16: Drum ist es auch ein Film geworden wo sie sagt ja er stimmt.

00:52:20: So wie der Mario sagt... Er ist schon sehr gut und Obwohl ich den Film schon zwanzig, dreißig, vierzig mal, ich kenn das quasi Mitspülen.

00:52:31: Ich schon kenne.

00:52:34: Mir rennt die Träne runter zum Ende des Films.

00:52:39: Wann der Sohn mit dem Vater auf der Bank sitzt und sagt wie heißt

00:52:43: dein Freund?

00:52:44: Also wenn ich nur an die Geschichte denke, erinnert man jetzt schon ... Die Gansler hat wieder drüber.

00:52:50: Das wurde so wunderbar gebracht!

00:52:53: Das ist traumhaft.

00:52:54: Und ja, dass auch diese Szene durch David so umgesetzt worden ist.

00:53:01: Da hat er versucht, diese emotionalen Ebenen hineinzubringen und das hat dann noch könnenweiler sich über Jahre sehr intensiv, aber nicht nur her.

00:53:13: Auch die Schauspieler haben uns... Also so wie die Aussage, der mich gespielt hat, war am Telefon ausgesprochen.

00:53:22: Ich hab dich studiert!

00:53:23: Ich habe dich gelebt!

00:53:25: Ich

00:53:25: bin du!

00:53:26: Ich weiß

00:53:28: wer du bist und ich weiß was du bist.

00:53:29: Und ich weiß vor allem, wie du bist!

00:53:32: Ich

00:53:32: spiele

00:53:32: dich!".

00:53:34: Das war eine richtige Erbezeugung meiner Meinung nach.

00:53:37: Sie haben sich intensiv über Jahre... mit uns auseinandergesetzt und beschäftigt.

00:53:41: Und die Produktionsfirma, allein sozusagen die Unterstützung, die sie den David gegeben hat ... Die war immens!

00:53:47: Der Schauspieler schaut ja auch sehr ähnlich, finde ich.

00:53:50: Also ob du das jetzt gerne hörst?

00:53:51: Nein

00:53:51: nein, schon also.

00:53:52: Ich mag ihm sehr.

00:53:53: Und vor allem Charles sein Schauspieler, das war auch eine Wahnsinn.

00:53:57: einfach bei den Sets oder beziehungsweise bei den Probeaufnahmen bzw.

00:54:00: auch bei den Aufnahmen... Er

00:54:01: war ja nicht rauch.

00:54:02: Man muss immer sagen er war ein Nichtraucher und ist wieder starker Raucher.

00:54:08: die am Set haben nicht leichte Zigaretten gehabt, sondern immer mal rausgegeben.

00:54:12: Der hat immer kurscht wie ein Tuberer und es war sehr, sehr lustig!

00:54:19: Und natürlich hat er mich nach Husten und so weiter unter Spucken.

00:54:23: Ein Name hat halt gespuckt.

00:54:28: Das hier fällt da der oberen Mund, wie ein Klobergrunner.

00:54:31: Wir waren auch noch nicht richtig gesagt, das Spucken musst du lernen.

00:54:36: Nein, das war perfekt.

00:54:37: Schade, dass es nicht aufgenommen wurde.

00:54:38: Das passiert in Charles immer wieder.

00:54:40: Durch seine Krebsleiden hat er spucken müssen und hat sich dabei oft öfters

00:54:45: angespuckt ... Am Blödsinn!

00:54:46: Oder tut der's immer

00:54:47: noch?

00:54:48: Im Blödesinn.

00:54:49: Und es war perfekt eigentlich.

00:54:50: Schadles hast du wirklich so viel gespuckt?

00:54:53: Beim Exerzieren habe ich oft am Exerzieherplatz durch das laute Kommentieren und so weiter und so fort, wenn ich mit einer Kompanie hin und wieder mal ... Aber nie vor Herrn Kompagnien oder sonst bei Ausrückungen.

00:55:07: Da hab ich versucht, mich extrem zusammenzuessen und nicht zu ...

00:55:14: Wie gesagt, allein die Beschäftigung mit dem Film bzw.

00:55:18: das Produkt, das David dann geliefert hat ist nicht nur medial gut angekommen sondern auch so gut angekommen dass es jetzt eine Produktionsfirma in Berlin gibt, die ein Theaterstück erstellt, also auf Grundlage des Films Eismeier natürlich mit einem Rekruttenkorn soweit er da immer im Hintergrund mitläuft.

00:55:40: Also das wird sicher auch spannend wenn dann die Premiere in Berlin stattfindet.

00:55:46: Ich glaube die Hunde wenn wir jetzt durch die Scheiben schauen die brauchen bald den Mittagessen wie wir noch zum Ende dieser Podcast Folge kommen.

00:55:53: Charles du bist ja jetzt im Pension seit drei oder vier Jahren.

00:55:57: was machst du jetzt mit so viel neu gewonnener Freizeit?

00:56:01: Ich habe immer glaubt, wären wir noch in Wien.

00:56:04: In unserer wunderschönen Wohnung wäre ich sicher irgendwo beim Biller oder irgendwo und hätte dort noch weitergearbeitet weil zu Hause sitzen auf meiner Dachterrasse und nur da der Blick über Wien zu machen.

00:56:21: das ist nicht mein Ding.

00:56:23: dadurch dass aber Mario dann bei meiner Pensionierung gesagt habe, wir haben jetzt zwei wunderschöne Häuser mit sehr viel Grund in Ungarn.

00:56:33: Wir ziehen fix nach

00:56:34: Ungarn.".

00:56:35: Der nächste Einbrecher wird gerissen?

00:56:36: –

00:56:37: «Wir ziehen fix Nach Ungarn und hier, weil wir haben zwei wunde schöne Häuser, mit sehr vielen Grund und wir dann quasi unsere Treibe verwirklicher und auch quasi jeder seinen Wunsch ausleben.».

00:56:52: Und somit kam der Entschluss.

00:56:53: Ich selbst hätte mir das nie getraut, dass ich dem Ari das vorschläge weil es war seine Idee und hier wie gesagt gibt's genug Arbeit genauso genug Ideen

00:57:05: noch

00:57:06: hier bei acht tausend Quadratmeter sich zu verwirklichern sei es jetzt davon der Ruinebeginn mit Gossenteig, sei es mit Stahl, mit Walmenhaus und und und mit sehr sehr vielen Tieren Und da gibt es natürlich sehr viel Arbeit.

00:57:21: Es gibt einen Ablauf und das, was positiv ist ... Man hat Verantwortung jetzt dann natürlich nicht für Mensch sondern jetzt auch fürs Tier, weil man das braucht bei jeder Witterung, bei jeder Tageszeit Essen, Futter und dergleiche.

00:57:36: Daher gibt es hier den Ablauf aufstehen die Hunde zu füttern, die Gacke weg zum Rahmen, die Hühner, die Enden die Gänze zu füttern, die Schafe zu füttern und wenn das Ganze abgestrichen ist dann wieder auf die Baustelle wenden.

00:57:55: Das Wetter zustimmen, wann die Lust da ist und weiter an der Ruine zu arbeiten.

00:58:02: Der Mario Teidkart ... Die Lust ist immer da!

00:58:04: Ich muss jedes Mal auf die Paarstelle und weiterarbeiten.

00:58:09: Also, weil du gesagt hast mit der gewonnenen Freizeit.

00:58:14: Das war meine Intuition oder beziehungsweise mein Vorhaben.

00:58:19: Weil bei uns ist so ein Spruch hergestanden und ich kann den genauen Wortlaut nicht mehr abrufen aber gibt einen übermotivierten keinen Auftrag und er beschäftigt alle damit.

00:58:29: Und dem bin ich zuvor gekommen in dem wir nach Hungang gezogen sind und hier hat er mehr Aufträge also so viele Aufträge wie er noch nie in seinem Leben gehabt hat Und seit er im Ruhestand ist, hat der eigentlich nur mehr Stress.

00:58:43: Vollger Stress.

00:58:44: Also da war der Grundkurs sicherer Lehrerschaus im Vergleich zu den sozusagen dienstlichen Anspruchnahmen, die er jetzt über sich ergehen lassen muss.

00:58:55: Erst vor kurzem habe ich zu Mario gesagt, erst kann man eigentlich in der Pension abwärten und

00:59:00: kriegen.

00:59:01: weil

00:59:01: wir haben so viel im Kopf Diskert gemacht Kriegt man da eigentlich in der Pension ab, Börnaut?

00:59:11: Wir sitzen da übrigens, apropos Börnaut im Chillhaus.

00:59:15: Das ist ein Objekt mit Kraftkammern und Billiardraum mit Bar.

00:59:20: Den Rest habe ich noch nicht gesehen.

00:59:21: Gibt sicher nach einige Geheimnisse.

00:59:23: Vielleicht öfter im Chillhouse sitzen dann weniger Börnen-Outgefahr.

00:59:28: Jetzt wird jeder so wow geil!

00:59:31: Also Mario nutzt den Kraftkamer jeden zweiten Tag wenn nicht jeden Tag.

00:59:37: Billiard Raum nützt sehr viel in unsere Gäste.

00:59:43: Wir haben am Anfang gespielt, jetzt kommen wir wenig dazu.

00:59:48: Die Lausch, dass wir sich viel mehr anschauen, okay, wenn wir Ruhe haben wollen, irgendeinen netten Film, dann gehen wir rüber Fernsehen, sonst sind wir drüben an den anderen Wintergarten.

00:59:59: Den Wintergaten?

01:00:01: Ja!

01:00:02: Gestern bin ich da wieder.

01:00:03: Gesessen hat man ... Haselnuss schnappst, so ein Klang können.

01:00:12: Ich war mit der Konchetta in einer kleinen Dackel-Tusche, damit sie nicht klasse geht und sie wieder in den Dreikart.

01:00:17: Wir waren hier im Wintergarten, im zweiten Wintergärten.

01:00:21: Ich habe dabei dreizeigereiten geraucht, einen Schnapel trinken bis sich die Konchette, unser kleiner Dackel, trocken gerieben hat an den Teppichen.

01:00:30: Dann erst sind wir wieder rübergegangen ins andere

01:00:32: Haus.

01:00:33: Also wir werden im Chillhaus genau auch die Hunde duschen Mario, Charles.

01:00:37: Danke, dass wir die Möglichkeit hatten diese Podcastfolge mit euch aufzuzeichnen.

01:00:42: Danke auch für die offenen Worte!

01:00:44: Sehr gerne, danke vielmals.

01:00:45: Und schöne Grüße und toi toi toi.

01:00:48: Und euch vor den Podcastgeräten danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

01:00:53: Auf

01:01:03: Wiederhören.

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